Morgenmoment.
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/ 10. April 2020

Guten Morgen,

Corona, Wirtschaftskrise, Homeoffice mit Kindern - ich kann es langsam schon nicht mehr hören. Der Gedanke, die kommenden freien Tage mal wieder anderen Themen zu widmen, ist verlockend. Der Morgenmoment hat für alle etwas dabei, heute zusammengesucht von Barbara Blaha.

#1 Möchtest du das teilen?

Kaum waren österreichweit die Geschäfte geschlossen, wurde im Nationalrat ein Härtefall-Fonds beschlossen. Das Epidemiegesetz, das nach behördlichen Schließungen regelt, die Unternehmen zu 100 Prozent für den Verdienstentgang zu entschädigen wurde dafür außer Kraft gesetzt. Zu Unrecht, argumentieren viele Ein-Personen-Unternehmen und strengen nun eine Gemeinschaftsklage an. MOMENT hat sich das genauer angesehen.

#2 Zahl des Tages

Zahl des Tages: AN von Corona belastet

Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat sich die Auswirkung von Corona nach Branchen und Bundesländern angesehen. Die Daten zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Beschäftigten beruflich erheblich oder sogar sehr stark betroffen sind. Besonders schwer getroffen sind die Tourismus-Hochburgen Salzburg und Tirol. 

#3 Hast du das gesehen?

Um die Corona-Krise zu bekämpfen, müssen die Staaten jetzt Geld in die Hand nehmen. "Die Sparpolitik ist ein Irrweg", sagt die Wirtschaftsautorin Ulrike Herrmann. Damit die Wirtschaft nach Corona wieder wächst, sollten nicht die Unternehmen entlastet, sondern die Kaufkraft der Menschen erhöht werden - und das gehe nur mit höheren Löhnen. Jetzt zeige sich, dass die wichtigen Berufe "nicht Immobilienspekulanten sind, sondern Pflegekräfte". Nach der Krise müssten Vermögen endlich richtig besteuert, Steuerschlupflöcher geschlossen werden. Um die Klimakrise zu bekämpfen, müssten wir uns vom ewigen Wachstum verabschieden. Das ganze spannende MOMENT-Gespräch über die Folgen der Corona-Krise gibt es hier.

#4 Lesetipp

Corona macht auch vor den Flüchtlingslagern in Griechenland nicht halt: Dutzende positiv auf Corona geteste Fälle wurden bisher gemeldet. Die Reaktion der Behörden war strikt: Die Lager wurden abgeriegelt, die Menschen darin sind sich selbst überlassen, wie dieser SPIEGEL-Bericht zeigt. Die EU-Kommission hat einen Notfallplan erarbeitet. Flüchtlinge, die zur Hochrisikogruppe zählen, sollen aus den Lagern geholt werden, sie könnten etwa in Hotels untergebracht werden. Alle EU-Länder sind aufgefordert, zumindest einige Schutzsuchende aufzunehmen. Deutschland holt nun 50 Kinder von den griechischen Inseln. Zum Vergleich: Allein für die Spargelernte will Deutschland 40.000 Erntehelfer aus Rumänien und anderen Balkanstaaten einfliegen. Warum das ein Armutszeugnis ist, analysiert dieser Kommentar des TAGESSPIEGEL. Österreich rettet übrigens kein einziges Kind.

#5 Hörtipp

Das Osterwochenende wird diesmal besonders lang. Familienfeier ist abgesagt, Freundeskreis bleibt besser auch zu Hause. Dann bleibt vielleicht ein wenig Zeit für die Entdeckung einiger Podcasts. Eine schöne Liste von Hör-Formaten hat das Onlinemagazin Edition F zusammengestellt. Motto: Die Welt erklären? Können Frauen auch.

# Bonustrack

Homeoffice und soziale Isolierung macht uns alle mürbe - und ja, auch ein wenig wahnsinnig. Aber wer sagt, dass in diesem Wahnsinn nicht auch Schönheit liegt? Ein Beleg dafür? Das Foto zeigt einen selbstgebastelten Picknick-Tisch für Eichhörnchen im Garten.

Dienstag hat der Baumarkt ja wieder offen: Dann könnt ihr das nachbasteln.

Haltet eure Nase in die Sonne und erholt euch ein bisschen!

Barbara

 

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