Morgenmoment.
/
/ 10. Dezember 2019

Guten Morgen!

Warum wir natürlich nur für das Klima weniger arbeiten sollten, sture Onkel und schräge Umfragen. Den Morgenmoment hat heute Tom Schaffer für dich zusammengestellt.

Neu dabei? Abonniere den Morgenmoment per E-Mail (oder über die Glocke rechts unten als Benachrichtigung im Browser.)

Ich bin einverstanden, einen regelmäßigen Newsletter zu erhalten. Mehr Informationen: Datenschutz.

#1 Das willst du teilen

Wer sagt, dass Klimaschützen immer schwierig sein muss? Eine der effektivsten Maßnahmen, die wir setzen können, ist weniger zu arbeiten! Wieso einige Studien zu diesem Ergebnis gekommen sind und wieso es natürlich nicht ganz so einfach ist, das haben wir uns für dich angesehen.

#2 Zahl des Tages

Das Einkommen von Amazon-Chef Jeff Bezos ist in einer Sekunde so hoch, wie das eines Lagerarbeiters bei Amazon in fünf Wochen.

1 - Amazon-Chef Jeff Bezos verdient in einer Sekunde so viel, wie ein Lagerarbeiter bei Amazon in fünf Wochen. (Bei einem 40-Stunden-Job wären das übrigens 576.000 Arbeitssekunden.)

#3 Hast du das gesehen?

Einen schlechtgelaunte Onkel, der den Klimawandel nicht so richtig ernst nehmen will, haben die meisten von uns in der Familie. Oder man ist selber einer. Mit viel Witz begegnet ein neues Handyspiel diesem Phänomen und stattet den Spieler mit zahlreichen Fakten über die Klimakrise aus. Die Idee zur App kommt von John Cook, Professor an der George Mason University. Er sagt, dass schon 30 Minuten Spielzeit ausreichen um ein Umdenken der NutzerInnen zu begünstigen.

#4 Spin des Tages

Wie wird in der öffentlichen Debatte vorgeschrieben, was als "politisch vernünftig" gilt, und was nicht? Wie werden unsere politischen Handlungsspielräume eingeschränkt durch das, was als unrealistisch oder lächerlich dargestellt wird? Manchmal wird das mit sehr harmlos scheinenden Werkzeugen gemacht. Ein aktuelles Beispiel liefert ein Meinungsforschungs-Institut aus Deutschland: "Forsa" fragt in einer Umfrage den Kurs der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) ab. 

Die hat ja kürzlich eine neue Parteispitze gewählt, die etwas klarer linke Positionen einnehmen will. Für viele Parteimitglieder ist das eine überfällige Kurskorrektur. Die Partei ließ sich über Jahrzehnte immer mehr von neoliberalen Ideen beeinflussen und treiben. Nun will sie mehr Investitionen gegen den Klimawandel, eine etwas höhere Besteuerung von Spitzeneinkommen und Vermögen, höhere Mindestlöhne und Reformen bei der in Deutschland umstritten niedrigen Arbeitslosenversicherung. "Das sollte als normale wirtschaftspolitische Option ohne Herzkasper und Schnappatmung diskutiert werden können!", schreibt darüber der deutsche Wirtschaftsweise Armin Truger.

"Forsa" jedoch fragt das so ab (siehe der Screenshot von Jan Beyer): Solle die SPD, um Wahlen zu gewinnen, nun diesen neuen "ideologischen Linkskurs" oder lieber einen "pragmatisch-rationalen Mitte-Kurs" nehmen? Was schließt die Frage aus? Erstens, die simple Tatsache, dass jede Politik ideologisch ist. Und zweitens, dass diese Kurskorrektur gerade deshalb vorgenommen wird, weil dadurch eben pragmatischere und vernünftigere Antworten auf gesellschaftliche Probleme gegeben werden können. Die Standpunkte der demokratisch gewählten neuen Parteispitze werden so ganz ohne inhaltliche Debatte unterschwellig abgekanzelt.

Und Medien lassen die tendenziöse Fragestellung bei ihren Berichten über die Umfrage dann auch noch unter den Tisch fallen. Da bleibt dann nur übrig, dass der neue Kurs nicht so populär ist.

(Falls du diesen Kommentar teilen möchtest: Hier ist eine etwas längere Version zu finden)

Screenshot des Berichts auf n-tv

#5 Besser geht doch!

Im Gegensatz zu anderen Ländern eiert Dänemark bei der Bekämpfung des Klimawandels nicht mehr weiter rum. Bis 2030 muss man die CO2-Emissionen im Land um 70 Prozent kürzen. So sagt es nun ein neues Gesetz im nordeuropäischen Land. Bisher war das Ziel bei 40 Prozent, aber die neue linke Regierung im Land hat das Thema höher auf die Agenda gehoben. Ein rigoroses Kontrollsystem und alle fünf Jahre aktualisierte Pläne sollen dafür sorgen, dass die Ziele auch wahr werden. Bis 2050 soll Dänemark dann klimaneutral sein.

Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag!

Tom

powered by Typeform

Dir gefällt unsere Arbeit?

Das freut uns! Wir sind unabhängig von Parteien und Konzernen. Unterstütze unsere Arbeit mit deiner Spende. Jeder Beitrag, ist er noch so klein, ist wichtig!

Ich bin einverstanden, einen regelmäßigen Newsletter zu erhalten. Mehr Informationen: Datenschutz.