Morgenmoment.

/ Tom Schaffer
/ 20. November

Guten Morgen!

Die Eliten verabschieden sich von der echten Welt, Casinos vergessen den Spielerschutz und viele ItalienerInnen verabschieden sich von rechtsextremer Politik. Viel Spaß mit dem heutigen Morgenmoment - zusammengestellt von Tom Schaffer.

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#1 Das willst du teilen

PolitikerInnen hätten kaum noch eine Ahnung von der Lebenswelt ihrer WählerInnen und verspielen immer mehr ihre Glaubwürdigkeit. Davon profitieren rechte PopulistInnen, sagt der Elitenforscher Michael Hartmann. Die Eliten unserer Gesellschaft hätten sich weiter als früher von der Durchschnittsbevölkerung entfernt, sagt der Soziologe im - wie wir garantieren - sehr lesenswerten Interview mit Moment.

#2 Zahl des Tages

Shareable: 644829€ verspielte ein Spielsüchtger im Casino

633829 Euro (und 6 Cent) hat ein Spielsüchtiger in vier Jahren bei Unternehmungen der Casinos Austria verspielt. Woher er das so genau weiß? Aus Aufzeichnungen der Casinos. Dank Datenschutzverordnung kann er nachweisen, dass seine Verluste dem Unternehmen auffallen hätten müssen. Eine Vernachlässigung des Spielerschutzes, sagt das Magazin Profil.

#3 Hast du das gesehen?

Sie nennen sich "Sardinen" und sind eine parteifreie Bürgerbewegung in Italien. Die Sardinen versuchen die Wahlkampfmaschinerie der rechtsextremen Partei Lega und ihres Chefs Matteo Salvini zu stören und zu verhindern. Zum Beispiel mit Flashmobs. In Modena sind nun kürzlich über 6.000 Menschen gekommen, um den Hauptplatz zu besetzen. Dabei ist dieses Video vom gemeinsamen Singen des antifaschistischen Widerstandsliedes "Bella Ciao" entstanden.

 

Der Ex-Innenminster Salvini, der kürzlich in einem Anflug von Überheblichkeit die Regierung sprengte und nun wieder aus der Opposition heraus gegen Minderheiten hetzt, musste wegen des Flashmobs in ein Gasthaus am Stadtrand ausweichen. Statt vor 3.000 sprach er dann vor 400 Menschen. Jetzt wittern Teile der Zivilgesellschaft ihre Chance und rufen die Sardinen dazu auf, das Kunststück bei weiteren Auftritten zu wiederholen. 

#4 Besser geht doch

Tempo 100 auf Autobahnen? Das ist eine immer wieder umstrittene Maßnahme - in Österreich gehen die Autofahrerlobbies auch schon bei kleineren Teilstrecken auf die Barrikaden. Die Niederlande senken nun das allgemeine Tempo auf Autobahnen auf 100 Kilometer pro Stunde - zumindest zwischen 6 und 19 Uhr. Das soll helfen, den Ausstoß von Stickoxyden zu verringern, so die Logik der Regierung des Konservativen Mark Rutte. Hintergrund der Maßnahme: Wie alle Industrienationen versäumen auch die Niederlande bisher die Ziele im Kampf gegen den Klimawandel. Der Verkehr ist einer der größten Verursacher von schädlichen Emissionen.

#5 Gezeichnet

Die Postenschacher-Affäre rund um die Casinos Austria beschäftigt derzeit auch das HabsBürger Comic. Die neueste Ausgabe nimmt die vom Falter veröffentlichten Whatsapp-Nachrichten zwischen HC Strache, Hartwig Löger und Peter Sidlo aufs Korn. Sie zeigen, "mit welcher Leichtigkeit und vielen netten Emojis Spitzenposten verschenkt werden", kommentiert der Zeichner.

Ich wünsche dir den besten Mittwoch, den man bis zum nächsten Mittwoch haben kann!

Tom

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