Morgenmoment.
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/ 17. April 2020

Guten Morgen,

In jenen ersten Tagen des Lockdowns, die sich unendlich weit weg anfühlen, sah ich Mistküblern bei ihrer Arbeit zu. Sie taten, was sie immer tun. In einer Mischung aus Lässigkeit und Ernsthaftigkeit und in einem Mordstempo Hausmüll verräumen. Sie taten, was sie immer tun - als wäre alles normal, wie immer. Ihnen zuzusehen hatte etwas zutiefst Beruhigendes an sich. Gestern habe ich sie gar nicht mehr bemerkt. Die Ausnahme längst Alltag. Ein Morgenmoment von Barbara Blaha.

#1 Möchtest du das teilen?

Planst du deinen Sommerurlaub nun auch an einem österreichischen See? Das könnte ziemlich warm werden, meint Thomas Hein, Chef des Instituts für Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur in Wien. Der Grund: Die Klimakrise erhitzt auch Gewässer, mit verheerenden Folgen für das Leben darin. Tun wir nichts dagegen, werden sich die Konflikte um Wasser und Bewässerung in Zukunft deutlich verschärfen, so der Wasser-Experte im MOMENT-Gespräch.

#2 Zahl des Tages

22 Millionen US-AmerikanerInnen haben durch Corona ihren Job verloren. Bei AfroamerikanerInnen könnte die Arbeitslosenrate sogar rund 19 Prozent betragen - fast jede/r fünfte ohne einen Job, schätzt das US-Arbeitsministerium. Plus: Für viele US-AmerikanerInnen hängt die Krankenversicherung an einem Job. Ist der weg, fehlt auch die Versicherung.

Während die ArbeitnehmerInnen in den USA finanziell zu kämpfen haben, streichen US-Investorfirmen Millionen an staatlichen Hilfsgeldern ein. Andernfalls so drohen viele, würden sie dringend benötigte Privatkliniken schließen.

#3 Hast du das gesehen?

Auch bei uns ist die Arbeitslosigkeit stark gestiegen auf derzeit 14 Prozent. Aber: Knapp 800.000 ÖsterreicherInnen sind derzeit in Kurzarbeit. Gäbe es dieses Hilfsinstrument nicht, hätten wir die höchste Arbeitslosigkeit, die jemals gemessen wurde, höher noch als zur Zeit der Weltwirtschaftskrise 1933.

#4 Gezeichnet

In Hebel der Macht enthüllt Rafael Buchegger jede Woche die geheimen Manchenschaften von Premierminister Oktavian Plenk. Diesmal geht es um Ultimaten und Tippfehler.

#5 Lesetipp

Immer wieder taucht jetzt die Idee auf, dass sich die Mitglieder der Risikogruppen ja isolieren könnten, um allen Anderen ein normales Leben zu ermöglichen. Natascha Strobel argumentiert in ihrem aktuellen Kommentar, dass wir nicht einfach einen Teil der Gesellschaft, den wir als „Risikogruppen“ verorten zurücklassen können. Der Preis dafür wäre auch die Aufgabe der demokratischen Gesellschaft.

# Bonustrack

Eine gewisse Unruhe macht sich breit, zumindest bei mir. Wie lang denn noch, denkt der Kopf und seufzen die Beine. Wie muss es da erst Profi-TänzerInnen gehen, die gewöhnlich viele Stunden täglich trainieren? Das französische Nationalballett zeigt in diesem Zusammenschnitt, mit wie viel Zehenspitzengefühl sie ihr Homeoffice angehen.

Maravillosa iniciativa de los bailarines del Ballet de la Ópera de París!!!! ❤❤❤❤ Fuente: balletoperadeparis

Gepostet von Ballet del Occidente am Donnerstag, 16. April 2020

Woche 6. Heißen wir sie willkommen!

Barbara

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