Morgenmoment.

/ Tom Schaffer
/ 23. Oktober

Guten Morgen!

Reichtum ohne Grenzen, sozialer Aufstieg mit Grenzen und ein Babytiger. Der Morgenmoment ist wieder da, heute zusammengestellt vom ganzen Team.

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#1 Das willst du teilen

Steuern auf Vermögen gibt es in Österreich so gut wie gar nicht. Dabei würden sie den Reichen nicht einmal schaden. Wirtschaftsforscher Jakob Kapeller hat alle Modelle für Vermögenssteuern durchgerechnet, die in den letzten Jahren irgendwo leise angedacht wurden. Das Ergebnis ist erstaunlich. Die Reichen würden trotzdem noch schneller reicher werden, als Gering- und Normalverdiener überhaupt aufholen könnten. Denn selbst bei den radikalsten vorgeschlagenen Modellen auf großen Reichtum, würden die Vermögen immer noch weiterwachsen.

#2 Wort des Tages

 

Ururenkerl

Ein Menschenleben reicht nicht: 5 Generationen braucht es, bis jemand aus einer Familie der untersten 10 Prozent der Einkommen das Durchschnittseinkommen erreicht hat. Aus deiner Sicht heißt das, das wäre dein "Ururenkerl". Die "soziale Mobilität" ist in Österreich besonders gering.

#3 Hast du das gesehen?

Im Herbst stehen traditionell die Lohnverhandlungen in der Metall-Branche an. Jahr für Jahr betont die Arbeitgeber-Seite, dass "die Party vorbei sei", während die Gewerkschaft auf die Beteiligung der Mitarbeitenden am Unternehmensgewinn drängt. Auf Twitter wurde nachgerechnet: 2,3 Milliarden Euro Gewinn wurden 2018 in der Metall-Industrie eingefahren, 2,1 Milliarden davon an die Eigentümer ausgeschüttet: Mit dem Geld könnte man jedem Arbeitnehmer in der gesamten Metallindustrie eine Einmalzahlung von 25.367,- Euro geben.

#4 Besser geht doch

Inhalte öffentlich-rechtlicher Sender sind öffentlich finanziert, aber nicht offen lizenziert. Das bedeutet, dass sie in gemeinnützigen Projekten wie Wikipedia oder in privaten Blogs nicht genutzt werden können. Das ZDF hat jetzt jedoch in seiner Doku-Reihe Terra X erstmals Videoclips unter freien, Wikipedia-kompatiblen Lizenzen veröffentlicht. Die Clips liefern kurze Erklärstücke zur Klimakrise. Bleibt die Frage, wann der ORF hier nachzieht und ebenfalls Inhalte so veröffentlicht, dass sie auch öffentlich frei nutzbar sind.

#5 In welcher Welt leben wir eigentlich?

Künstliche Befruchtung ist für viele Frauen der einzige Weg, um schwanger zu werden - gerade in einem etwas höheren Alter. Manche Frauen frieren deshalb Eizellen ein, wenn sie etwas jünger sind, um mithilfe der Medizin im Fall der Fälle auch später noch Mutter werden zu können. Manchmal wollen sie damit auch dann loslegen, wenn sie gerade keinen Partner haben. In Polen hat die regierende rechtskonservative Regierung aber auch auf Drängen der katholischen Kirche verboten, dass Frauen auf diese Eizellen zugreifen können, wenn sie Single sind, erklärt dieser Artikel im New Yorker (English)

#6 Bonus Track

Auf diese Gemeinheit hin wollen wir dich aber nicht in deinen Tag schicken. Deshalb ist hier ein süßer Babytiger, der versucht einen mächtigen Brüller loszulassen.

Wir wünschen dir einen superguten Tag!

Die Moment-Redaktion

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