Morgenmoment.
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/ 5. November 2019

Guten Morgen!

Schlecht schlafende Superreiche und Widerstand gegen Amazon. Der Morgenmoment heute zusammengestellt von Tom Schaffer.

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#1 Das willst du teilen

Wie viele Stunden würdest du arbeiten wollen, wenn dein Gehalt gleich bliebe? Die österreichischen ArbeitnehmerInnen antworteten auf diese Frage im Durchschnitt mit einer 32-Stunden-Arbeitswoche. Während die Politik die Verbesserung der Arbeitszeiten in den vergangenen Jahren nicht mehr wirklich thematisiert, wagen einige Unternehmen immer wieder Experimente. Etwa den Versuch, im Sommer einfach mal die Arbeit am Freitag zu streichen. Das Ergebnis? Die Produktivität ist gleich geblieben.

#2 Grafik des Tages

 

Jedes Jahr hört man es wieder, wenn Lohnverhandlungen geführt werden: Die Erhöhungen kommen bei den Beschäftigten nicht an, weil die Steuern so hoch sind. Das ist nicht ganz falsch. Österreich erhebt hohe Abgaben auf Arbeitseinkommen und wenige auf Vermögenseinkommen. Wichtig ist aber auch, was mit diesen Steuern finanziert wird. Wer einfach Steuern kürzt, bringt vor allem Pensionen, Sozialausgaben, Gesundheitswesen und Infrastruktur in Gefahr.

#3 Hast du das gesehen?

Auf Youtube findest du nicht nur unseren großartigen Kanal (folgen!). "Kurzgesagt - In a Nutshell" ist seit kurzem der erste im deutschsprachigen Raum produzierte Youtube-Kanal, der über 10 Millionen AbonnentInnen erreicht hat. 30 MitarbeiterInnen produzieren aufwändig animierte Erklärungen und stecken da schonmal über tausend Arbeitsstunden in ein Video. "Kurzgesagt" ist zwar immer in englischer Sprache vertont, hat aber deutsche Untertitel. Vollständige Übersetzungen werden aber auch produziert und erscheinen im mit über 700.000 Abonennten etwas kleineren "Dinge erklärt". Ein Beispiel daraus:

#4 Besser geht doch

Die Superreichen schlafen derzeit schlecht. Sehr schlecht. Das erzählen uns Medien rund um die Welt. In Großbritannien bereiten sie sich vor, das Land in Scharen zu verlassen. Nicht wegen des irrwitzigen Brexits und der damit zusammenhängenden Dauerkomödie der konservativen Regierungen der letzten Jahre. Nein, weil der linke Labour-Chef Jeremy Corbyn eventuell einen Wahlsieg erringen könnte. Es könnte für einen Politiker wie Corbyn eigentlich kaum bessere Werbung geben. Schließlich will er diese Superreichen ja endlich wieder in die Verantwortung nehmen. Ganz ähnlich geht es Elizabeth Warren, die Kandidatin der Demokraten in den USA, die derzeit in den Umfragen riesige Sprünge nach vorne macht. Auch dort hat die Wall Street mächtig Bammel vor einer Frau, die Vermögenssteuern für die Superreichen einführen will. Gut so. Wie man die Superreichen doch besteuern könnte, wenn sie Steuerraub begehen und ihren Zaster wegschaffen wollen (denn dass sie ihre Penthäuser in London und Villen an der kalifornischen Küste verlassen und leer zurücklassen, muss nicht angenommen werden), dazu haben wir kürzlich das wichtige Buch von Emmanuel Saez und Gabriel Zucman konkrete Vorschläge und Gründe geliefert, das wir hier für dich kurz zusammengefasst haben.

#5 Lesetipp

Der Weltkonzern Amazon steht seit Jahren immer wieder für seine Arbeitsbedingungen in der Kritik. Trotzdem hat sich die Zahl der Angestellten beim überdimensionalen Internethändler seit 2013 weltweit versechsfacht. Damals begannen in Deutschland erste Streikmaßnahmen. Neben den Geschäftsgebieten von Amazon weitet sich aber auch der Protest der ArbeiterInnen in immer mehr Teilen der Welt aus.

Bis morgen!

Tom

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