Endlich sagt es einmal wer

/ Tina Goebel
/ 16. Oktober

Barbara Blaha eröffnete den diesjährigen Momentum Kongress unter dem Motto "Widerspruch". Dabei betonte sie, wie schwer es Menschen fällt zu widersprechen: Wir orientieren unsere Meinung an der Mehrheitsmeinung, selbst wenn diese nicht unserer eigenen entspricht: Wer weiß, vielleicht weiß die Gruppe mehr als ich selbst?

Der Wunsch dazu- zugehören sitzt so tief, dass schon 4-jährige wider besseren Wissens eine Frage falsch beantworten, wenn ausreichend Kinder vor ihnen ebenfalls die falsche Antwort gegeben haben.

Die Tendenz zur Harmonisierung, zur Einebnung der Widersprüche, zum Mitschwimmen, also eine menschliche Konstante?

Der Wunsch nach Harmonie allein, das "nur net streiten" bringt uns aber eben oft nicht weiter. Doch zu widersprechen ist ein undankbares Geschäft, das Mut, Festigkeit und Zähigkeit verlangt. Widerspruch braucht Vorbilder. Vorbilder wie Muhammad Ali, der als amtierender Boxweltmeister keine Angst zu haben brauchte, seinen Wehrdienst in der vordersten Linie ableisten zu müssen und der dennoch das Ende seiner Sportlerkarriere und Gefängnis in Kauf nahm, als er sich weigerte, in der Army zu dienen. „No Vietcong ever called me Nigger!" Sein Widerspruch inspirierte Generationen hinweg, weil er standhaft blieb, bewegte er andere. Die gesamte Rede könnt ihr im Video hier nachsehen.

 

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