Die Finanztransaktionssteuer wird begraben: Wer profitiert?
Die österreichische Bundesregierung begräbt den Steuervorschlag im Interesse der Finanzindustrie. Wen würde eine solche Steuer überhaupt treffen?
Das jahrelange Lobbying der Finanzindustrie wirkte allerdings. Auf Drängen Frankreichs wurden die spekulativsten Finanztransaktionen von der geplanten Steuer ausgenommen. Nach fast zehn Jahren Verhandlungen will der deutsche Finanzminister dennoch zum Abschluss kommen und hat einen Vorschlag vorgelegt, der eher an die unter Schwarz-Blau 2000 in Österreich abgeschaffte Börsenumsatzsteuer als an eine wahre Finanztransaktionssteuer erinnert. Die Enttäuschung ist daher groß. Die österreichische Bundesregierung nutzt die Gunst der Stunde, um den Steuervorschlag im Interesse der Finanzindustrie ganz zu begraben. Dabei ist die Steuerhöhe im deutschen Vorschlag mit 0,2% auf Aktienkäufe geringer als die üblichen Bankspesen. Wen würde eine solche Steuer überhaupt treffen?
Das könnte dir auch gefallen
- Die Geschichte vom wahren "Herr der Fliegen" und warum du sie kennen solltest
- Warum Österreich unsere Daten nicht an Palantir ausliefern darf
- Protest oder Verbrechen? Der Prozess gegen die Letzte Generation beginnt
- Stelzer (ÖVP) hetzt gegen Migrant:innen - Problemmedium "Heute" druckt es
- re:publica Vienna: Wir bringen Europas wichtigstes Digitalfestival nach Wien
- Die FPÖ hetzt - der ORF machts salonfähig
- “Überall siehst du die blutigen Handabdrücke”: Wie S. die Proteste im Iran miterlebte
- Was sind die Epstein-Files?