Nach Musk-Übernahme: Rassismus auf Twitter boomt.
Rechte User:innen feiern die Musk-Übernahme von Twitter. Rassismus boomt jetzt. Und das unter dem Deckmantel der neu gewonnenen Meinungsfreiheit. Aber: Rassismus ist keine Meinung. Die neue Kolumne "Alarm!" mit Noomi Anyanwu.
Musk-Übernahme begünstigt Rassismus
Bereits Stunden nachdem Elon Musk Twitter gekauft hat, steigt die Benutzung des N-Wortes um 500 Prozent an
Der reichste Mann der Welt Elon Musk hat vor Kurzem Twitter für 44 Milliarden Dollar gekauft. Schon Stunden nach der offiziellen Übernahme stieg die Anzahl von rassistischen und diskriminierenden Tweets, vor allem gegen die Schwarze, jüdische und schwule Community.
Diese Tweets zeigen nicht nur den Rassismus auf, sondern machen auch richtig Angst:
In den Stunden nach der Übernahme durch Musk gab es laut einer Analyse von Forscher:innen der Montclaire State University fast fünfmal so viele hasserfüllte Tweets als sonst. Die potenzielle Reichweite dieser Tweets betrug mehr als 3 Millionen Accounts.
Meinungsfreiheit? Rassismus ist keine Meinung
Sehr viele dieser Twitter User:innen rechtfertigen ihre diskriminierenden Beiträge mit „Meinungsfreiheit“. Rechte und Konservative feierten, als klar wurde, dass Elon Musk Twitter übernehmen wird. Das Problem: Er scheint ihr Verständnis der „Meinungsfreiheit“ zu teilen.
Doch eines ist dabei klar: zwischen freier Rede und Hassrede gibt es einen riesigen Unterschied. Rassismus ist keine Meinung.
Musk verspricht zumindest einen Rat, der sich um die Moderation der Inhalte auf Twitter kümmert. Bis dahin soll es aber noch mehrere Wochen dauern. Was seht ihr für Gefahren durch die Übernahme von Musk und dem Anstieg an Rassismus und Hass im Netz?
Das könnte dir auch gefallen
- Warum Sozialarbeiter:innen für ein Berufsgesetz protestieren
- Politische Gefangene im Schatten des Iran-Krieges: “Sie sind völlig schutzlos”
- FRAUEN*STREIK in Wien: Ein Panzer voller Süßigkeiten als Mahnung vor einer Welt ohne Frauen
- Wann und wo? Demos rund um den Weltfrauentag 2026
- Der Care-Rechner ist da: Wer macht eigentlich die unbezahlte Arbeit zuhause?
- Kritik am Kopftuchverbot: Rassistische Symbolpolitik statt Schutz von Mädchen?
- Gaza: Der tödlichste Ort für Journalist:innen
- Ingrid Brodnig über das Feindbild Frau: „Frauen wird viel öfter sexualisierte Gewalt angedroht“