Ungleichheit
Toni Morrisson: "Rassismus ist eine psychische Störung"
29. Juni 2020
Zitat der Woche: Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrisson sieht das Problem des Rassismus bei den Rassisten.
Zuletzt hat die Black Lives Matter-Bewegung ein Thema weltweit ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt, das die Menschheit leider schon lange plagt: Rassismus. Die Autorin und Uni-Professorin Toni Morrisson war 1993 die erste schwarze Frau, die einen Literatur-Nobelpreis bekam. Sie wollte in einem TV-Interview zu diesem Anlass nicht akzeptieren, dass sie als "Opfer" von Rassismus gesehen wird.
Natürlich sei es für Menschen schrecklich, Rassismus erfahren zu müssen. Das Problem sei aber grundsätzlich das Problem der Person, die rassistisch handle. Diese sei sinnentlert, moralisch unterlegen und wüsste das auch. Rassismus sei wie eine psychische Störung. "Wenn du nur groß sein kannst, weil jemand anderes auf den Knien ist, dann hast du ein ernstes Problem", sagte sie. Weiße sollten darüber nachdenken, wie sie ihr Problem in den Griff kriegen. "Lasst mich da raus."
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