Welche Bank macht die meisten Gewinne?
Welche Bank jubelt am meisten?
Auf Platz Eins: Die Bank Austria.
Sie hat ihren Gewinn 2023 verdreifacht. Von 417 Millionen Euro auf 1,27 Milliarden Euro. Dahinter stehen die Erste Bank und die Raiffeisen Wien-NÖ. Sie haben mehr als 152% Gewinn eingesackt.
Die “geringsten” Übergewinne gab es bei der Bawag. Wobei von gering keine Rede sein kann. Auch sie verdoppelte ihren Gewinn um 73% auf 683 Millionen.
Warum cashen die Banken so ab?
Erste Bank und Co. legen bei der Europäischen Zentralbank an und bekommen dafür 4% Zinsen. Das ist sehr hoch. Für die Kund:innen der Banken wurden die Zinsen auf ihre Ersparnisse kaum erhöht. Lediglich 0,96% Zinsen gab es auf ihr Erspartes.
Nicht nur Sparende gehen dadurch fast leer aus, auch für den Staat hat das Nachteile. Jede Million, die Banken von der österreichischen Nationalbank (OeNB) bekommen, fällt als Verlust bei ihr an. 2023 schrieb die OeNB erstmals rote Zahlen. Das wird sich auf das Budget für künftige Ausgaben im Sozialbereich auswirken. Die zusätzlichen Einnahmen von Erste Bank, Bank Austria, Raiffeisen Wien-NÖ und Bawag gehen also auf die Kosten von uns allen.
Wie kann das verhindert werden?
Die Regierung könnte da eingreifen. Sie kann Banken verpflichten, den Sparzins zu erhöhen. Und eine Übergewinnsteuer einführen. Damit könnte die Allgemeinheit an den Rekordprofiten beteiligt werden. Österreich hätte dadurch heuer bereits 380 Millionen Euro allein von drei der Gewinner-Banken eingenommen.
Mehr dazu:
- Momentum Institut: Banken fuhren 2023 1,8 Millarden Euro Übergewinne ein
- Moment Mal: Braucht es eine Übergewinnsteuer für Banken?
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