Das Geschäftsmodell der SpendensammlerInnen
Danny* ist sehr gut in einem Job, den die meisten Menschen nicht mehr als ein paar Jahre durchhalten würden. Als Spendensammler ging er von Tür zu Tür und drehte Menschen Spendenverträge an. "Ich war erfolgreich und hab daher auch viel verdient", sagt er. Der Preis? Sechs Mal die Woche 10 bis 11 Stunden-Tage, unbezahlte Anfahrten, weder Privatsphäre noch Freizeit. Und das fünf Wochen lang.
Du kennst die jungen Menschen, die dir auf der Mariahilfer Straße auflauern oder plötzlich vor deiner Tür stehen. Mit Sprüchen wie "Hast du ein Herz für Kinder?" oder "Fünf Euro im Monat kann sich wirklich jeder leisten, das sind bloß 17 Cent am Tag!" versuchen sie, eine Unterschrift zu bekommen. Bei vielen PassantInnen sind sie nicht besonders beliebt. Trotzdem setzen NGOs seit Jahrzehnten auf diese Sorte von Fundraising. Zahlt sich das aus?
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