Erster Corona-Lockdown: Kurzarbeit schützte in Österreich über eine Million Arbeitsplätze
Kurzarbeit rettet Arbeitsplätze durch die Corona-Krise: Das zeigt eine neue Auswertung von AMS-Daten zur tatsächlich abgerechneten Kurzarbeit.
Kurzarbeit rettet Arbeitsplätze durch die Corona-Krise: Das zeigt eine neue Auswertung von AMS-Daten zur tatsächlich abgerechneten Kurzarbeit während der ersten Phase der Corona-Pandemie.
Stieg die Zahl der Arbeitslosen von 399.000 im Februar auf 571.000 Personen im April, schnellte die Anzahl der Menschen, die real in diesem Zeitraum in Kurzarbeit waren, von null auf 1,02 Millionen nach oben.
Hätte es die Kurzarbeit nicht gegeben, wäre ein Teil dieser einen Million Menschen arbeitslos geworden. Das hätte auch entsprechend hohe Einkommensverluste nach sich gezogen. Während die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld bei nur 55% liegt, bekommen KurzarbeiterInnen zwischen 80% und 90% ihres bisherigen Nettogehalts.
Heute tritt das neue, etwas verschärfte Corona-Kurzarbeitsmodell in Kraft. Danach müssen 30% statt 10% der Arbeitszeit von den Beschäftigten auch tatsächlich geleistet werden. Gemeinsam mit der wirtschaftlichen Erholung über den Sommer ließ das die Zahl der zur Kurzarbeit angemeldeten Personen bis Ende September auf unter 300.000 Personen sinken.
Das könnte dir auch gefallen
- Wie viele Gisèle Pelicots gibt es in Österreich – und was tun die Behörden, um sie zu schützen?
- Warum Pflegerinnen und Kindergärtner bald streiken könnten
- Schau dir das an: Barbara Blaha on Tour mit ihrem neuem Programm Funkenschwestern
- Davos, Milliardäre und die wachsende Macht des Vermögens
- Ordensspitäler in OÖ streiken – warum?
- Mitarbeitermangel im Winterdienst: Fehlen die Arbeitslosen?
- Der Preis der Austerität und wer ihn bezahlt
- Ich bin chronisch krank – und das ist teuer
