Morgenmoment
/ 11. Mai 2023

Guten Morgen!

Wenn es tatsächlich keine Armut in Österreich gäbe, wäre das misslungene Maßnahmenpaket gegen die Teuerung weniger tragisch. Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär. Deinen Morgenmoment sendet dir heute Lisa Wohlgenannt.

#1 Möchtest du das teilen?

Hungernde Kinder in Österreich?! Quatsch! Zumindest nach der Argumentation Konservativer und Neoliberaler. Die besteht aber oft aus Strohmann-Argumenten, erklärt Natascha Strobl in ihrer Videokolumne "NatsAnalyse". 

#2 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

An fast 3.000 Standorten auf der ganzen Welt werden in Schutzgebieten fossile Brennstoffe gewonnen oder erforscht. Dazu gehören Meeresschutzgebiete im Vereinigten Königreich, das arktische Naturschutzgebiet in den USA, die Rocky-Mountain-Parks in Kanada, die Coongie Lakes in Südaustralien und das chinesische Natursteppenschutzgebiet Xilin Gol. 

Schutzgebiete dienen in der Regel dem Schutz der Natur. Darin fossile Brennstoffe zu fördern, widerspricht dem. In einigen Fällen wurden Schutzgebiete herabgestuft, verkleinert oder abgeschafft, um die Gewinnung fossiler Brennstoffe zu ermöglichen. Als „Zeichen der Heuchelei“ beschreibt es Alice McGown, Geoinformationsexpertin bei Leave it in the Ground Initiative (Lingo), die die Studie erstellt hat. 

#3 Der Reihe nach

Die Preise für Lebensmittel sind im vergangenen Jahr deutlich stärker gestiegen als die Inflation. Dabei ist die Inflation in Österreich höher als der Durchschnitt der Eurozone. Da läuft was schief. Nun greift die Regierung endlich ein. Sie hat ein Paket an Maßnahmen geschnürt, das die Inflation endlich eindämmen und den Ärmsten helfen wird. Oder nicht?! Ökonom Joel Tölgyes analysiert das Maßnahmenpaket in diesem Video. 

#4 Hast du das gesehen?

Frauen bleiben nach der Geburt eines Kindes wieder länger zuhause. Gleichzeitig sinkt die Väterbeteiligung, die in Österreich sowieso schon im Keller ist. Weniger als 4 Prozent der Männer gehen in Karenz. Was bedeutet das für die Frauen? Die Antwort darauf liefert Ökonomin Marie Hasdenteufel in diesem Video.

#5 Besser geht doch

Die dänische Hauptstadt Kopenhagen will ab 2030 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor komplett verbieten. Der Entscheidung haben alle im Stadtrat vertretenen Parteien zugestimmt. Bis Jahresende soll untersucht werden, ob das umsetzbar ist. Dazu werden Kriterien wie die Erweiterung von Ladeeinrichtungen und die soziale Verträglichkeit untersucht. Durch zweiteres könnten Ausnahmeregelungen für spezifische Gruppen entstehen. 

Entschieden werden kann das Verbrennerverbot frühestens kommenden Winter, wenn die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen. Kopenhagen gilt bereits in Sachen Fahrradinfrastruktur weltweit als Vorbild. Mit dem Plan des Verbrennerverbots tut sich die Stadt erneut als Vorreiter in Sachen Verkehrswende hervor.

Ich wünsche dir einen schönen Tag!

Lisa

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