Symbolbild zu Nebenwirkungen der Corona-Impfung: Eine angebliche Ampulle mit Impfstoff

Haben sich die Hersteller der Corona-Impfstoffe von ihrer Haftungspflicht befreit?

Foto: Artem Podrez/Pexels

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/ 11. Dezember 2020

In der Studie zur Corona-Impfung (hier auf Englisch bei der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde zum Download) von Pfizer/Biontech meldeten in einer Gruppe etwa 12% der TeilnehmerInnen unerwünschte Nebenwirkungen.

Ein Drittel von diesen Menschen mit Nebenwirkungen erlebten Kopfweh oder Schlappheit, andere meldeten Durchfall, Erbrechen, Schüttelfrost und andere Schmerzen. All das nennt man "nicht gravierende" Nebenwirkungen. Und sie sind alle harmlos gegen das, was viele COVID-Erkrankte erleben.

Was diese Leute nicht wussten: Sie wurden gar nicht geimpft. Diese Zahlen stammen aus einer sogenannten "Kontrollgruppe", die nur eine wirkungslose Salzlösung bekam.

Das klingt erstmal lustig. Es ist für uns alle aber wichtig zu verstehen, was da passiert ist.

Der Grund war nicht die Corona-Impfung, aber die "Nebenwirkungen" waren echt

Diese Leute haben sich ihre Leiden (zum Großteil) nicht eingebildet. Der Grund dafür ist nur viel einfacher: Hier wurden 38.000 Menschen über zwei Monate beobachtet. Die Hälfte davon in der Kontrollgruppe. Wenn man so viele Menschen über einen Zeitraum von mehreren Wochen beobachtet, dann werden einfach immer manche davon krank, andere werden erschöpft sein, manchen passieren sogar schlimmere Dinge mit langfristigen Folgen. Denn all das passiert leider jeden Tag.

Zu unterscheiden, ob ein Medikament oder eine Impfung dieses Problem ausgelöst hat, oder ob es nur zufällig in dieser Zeit aufgetreten ist, ist extrem wichtig. Und um den Unterschied zu verstehen, hilft uns die Geschichte vom Freund einer Freundin nichts. Da helfen uns nur größere wissenschaftliche Studien mit solchen Kontrollgruppen.

Mehr Menschen in der Kontrollgruppe starben

In der Gruppe, die die richtige Impfung bekommen haben, waren diese "nicht gravierenden" Effekte übrigens durchaus etwas häufiger. Das ist auch erwartbar, weil ein Immunsystem ja auf eine Impfung sogar reagieren soll und dann kurzfristig eben genau derartige Probleme verursacht. 

Gravierende Nebenwirkungen waren aber nicht bedeutend häufiger. Von den 18.800 Menschen in der geimpften Gruppe hatten zum Beispiel 8 eine Blinddarmentzündung, in der Kontrollgruppe waren es 4. Das ist in der Statistik mit so großen Zahlen keine bedeutende Abweichung.

In der Studie gab es im Beobachtungszeitraum auch Todesfälle: 2 Menschen in der geimpften Gruppe starben, 4 in der Kontrollgruppe. Auch diese Fälle waren auf Dinge zurückzuführen, die in dieser Häufigkeit leider jeden Tag passieren.

Eine gesicherte Wirkung gibt es aber schon

Was aber stimmt: in der geimpften Gruppe erkrankten sieben Tage nach der zweiten verabreichten Dosis nur 8 Menschen noch an der vom Coronavirus ausgelösten Krankheit COVID-19.

In der Kontrollgruppe waren es 162.

Die Impfung reduziert die Ansteckungsgefahr mit der potenziell tödlichen Krankheit um 95%.

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