Wer war Clara Zetkin? Vorkämpferin für die Rechte von Arbeiterinnen
Zetkin wurde als Clara Josephine Eißner 1857 in Sachsen geboren. Schon als Jugendliche engagierte sie sich in der frühen deutschen Frauenbewegung. Bald trat sie der SPD in Deutschland bei. Innerhalb der Partei setzte sie sich für das Frauenwahlrecht ein.
Im Jahr 1878 verbot das „Sozialistengesetz“ jegliche sozialdemokratische Aktivitäten außerhalb des Reichstags. Zetkin sah sich gezwungen, das Land zu verlassen. Sie lebte mit ihrem Partner Jossip Zektin, dessen Nachnamen sie annahm, in Zürich und Paris.
Clara Zetkin: „Nur in der sozialistischen Gesellschaft werden die Frauen wie die Arbeiter in den Vollbesitz ihrer Rechte gelangen.“
1889, kurz vor dem Ende des Sozialistengesetzes, war sie am Entstehen der „Sozialistischen Internationale“ beteiligt – dem weltweiten Zusammenschluss von sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien.
Zetkin engagierte sich in der internationalen Frauen- und Arbeiterbewegung. Sie gilt als Begründerin des Internationalen Frauentags, der 1911 zum ersten Mal begangen wurde. Damit setzte sie sich gegen ihre Parteikollegen durch. Der Fokus lag auf dem Wahlrecht für Frauen, das in Deutschland 1919 (und in Österreich 1918) erreicht wurde.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen Fragen um Kapital und Emanzipation. Zetkin schrieb: „Nur in der sozialistischen Gesellschaft werden die Frauen wie die Arbeiter in den Vollbesitz ihrer Rechte gelangen.“
Die bürgerliche Frauenbewegung lehnte die spätere Kommunistin ab. Zetkin sah den Kampf der Proletarierin nicht gegen den Mann derselben Klasse, sondern gemeinsam mit ihm gegen das Bürgertum. Sie starb 1933 in Archangelsk in Moskau.
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