Rosa Luxemburg.
/ 16. März 2022

Wir machen den ganzen März zum Herstory-Monat und erzählen dir jeden Tag von wichtigen Frauen aus Politik und Zeitgeschichte. Heute stellen wir dir Rosa Luxemburg vor.

Rosa Luxemburg hat die deutsche Arbeiterbewegung entscheidend geprägt. Die 1871 in Zamość im heutigen Polen geborene Denkerin und Autorin trat gegen Kapitalismus und Imperialismus auf. Sie setzte sich auch kritisch mit den Theorien des Marxismus auseinander. Als Mitglied der deutschen SPD verurteilte Luxemburg nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, dass die Partei ihre antimilitaristische und friedenspolitische Haltung aufgegeben hatte. Sie begrüßte die Februarrevolution 1917 in Russland, kritisierte jedoch, wie dabei parlamentarische Kontrolle und innerparteiliche Demokratie außer Kraft gesetzt und unterdrückt wurden. Luxemburg warnte vor einer Diktatur. „Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“, schrieb sie in „Zur russischen Revolution“.

Luxemburg war mehrfach als politische Gefangene in Haft. Nach Ende des Ersten Weltkriegs gründete sie die KPD mit und trat für eine sozialistische Revolution ein. Auf Flugblättern und Plakaten wurde ab Dezember 1918 öffentlich dazu aufgerufen, Rosa Luxemburg und ihren Mitstreiter Karl Liebknecht zu töten. Am Abend des 15. Jänners 1919 wurden beide in Berlin von einer „Bürgerwehr“ festgenommen und später von Militärangehörigen ermordet. „Sie konnte sich mit der Ungerechtigkeit in der Welt nicht abfinden“, sagte die Philosophin Hannah Arendt über sie.

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