"Alle Ausländer sind Diebe": Reden wir über Alltagsdiskriminierung im Supermarkt
Alltagsdiskriminierung im Supermarkt
Migrantische Menschen werden nicht selten unter Generalverdacht gestellt. Alltagsdiskriminerung im Supermarkt zeigt sich oft durch subtile, aber verletzende Verhaltensweisen: Menschen mit Migrationshintergrund werden häufiger misstrauisch beobachtet, etwa durch intensiveres Überwachen oder unfreundliches Verhalten der Mitarbeitenden. Oft spiegelt sich darin die unbewusste Annahme wider, dass diese Personen eher zu Diebstahl neigen könnten oder "anders" seien.
Solche Mikroaggressionen wirken banal, haben aber tiefgreifende Auswirkungen, indem sie das Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit im Alltag untergraben. Diese Vorurteile sind nicht nur ungerecht, sondern fördern gesellschaftliche Spaltungen und verstärken das Gefühl der Ausgrenzung bei den Betroffenen. Bei vermissten Gegenständen werden gerne einmal migrantische Menschen verdächtigt.
Diskriminierung fängt immer "klein" an
Das Ganze fängt schon an bei Witzen über polnisch stämmige Menschen. Im Endeffekt ist das einzige, was ich über Pol*innen weiß, dass sie “gerne stehlen” - das wars. Dieses “unter Generalverdacht stellen” hängt mit tief verwurzelten Vorurteilen und gesellschaftlichen Stereotypen zusammen.
Solche Mikroaggressionen wirken banal, haben aber tiefgreifende Auswirkungen, indem sie das Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit im Alltag untergraben.
Eine Studie der Uni Wien zeigt sogar, dass der Stress durch Diskriminierungserfahrungen die psychische und körperliche Gesundheit beeinträchtigen kann.
Diese Vorurteile sind ungerecht und fördern gesellschaftliche Spaltung. Sie verstärken das Gefühl der Ausgrenzung bei den Betroffenen und gefährden ihre Gesundheit. Hören wir auf damit.
Mehr dazu:
- Anzeige ist raus: Die TikTok-Doku über Hass im Netz
- Hass im Netz: Diese 5 Tipps musst du kennen
- Faul oder Fleißig? Als Migrant:in kannst du es nur falsch machen.
Das könnte dir auch gefallen
- Warum es den Gender Pay Gap weiterhin gibt
- Bad Bunny versus ICE: Es geht nicht nur um Musik, sondern um Zugehörigkeit und Widerstand
- Wenn „Schmäh“ nach unten tritt: Wie ein WKO-Werbespot rassistische Codes bedient
- Staat – Gewinne privat, Verluste öffentlich
- Sydney Sweeney zeigt: Keine Frau ist im Faschismus sicher
- Der Grund für Symbolpolitik: Warum so viel sinnlose Scheinpolitik gemacht wird - und wen sie trifft
- Privatisierung – Öffentliche Güter, private Gewinne
- Die ersten zwei Benko-Prozesse sind zu Ende: Was wir aus den Urteilen lernen können