Morgenmoment
/ 20. Mai 2022

Guten Morgen!

Marie Antoinette hat ja nie gesagt, dass die Menschen doch Kuchen essen sollen. Vielleicht hätte sich Karl Mahrer an ihr ein Vorbild nehmen sollen. Mehr dazu im heutigen Morgenmoment, geschrieben von Sebastian Panny.

 

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#1 Möchtest du das teilen?

2016 lernt Petra* einen Mann in einer Bar kennen und geht mit ihm nach Hause. Kurz darauf bekommt sie einen Filmriss. Am nächsten Tag ist sie sich sicher: Sie wurde unter Einfluss von KO-Tropfen vergewaltigt. Doch weder die Polizei noch der Arzt im Krankenhaus nehmen sie ernst.

#2 Hast du das gesehen?

Die Kinder von Akademiker:innen maturieren doppelt so oft, wie die Kinder von Arbeiter:innen. Also sind sie auch doppelt so gscheit. Oder?

Natürlich nicht. Bei der Matura zeigt sich aber deutlich, dass der familiäre und finanzielle Hintergrund für den Bildungsweg ausschlaggebend sind. Die Matura ist vor allem eines: eine Auslese. Warum die Prüfung veraltet ist und was es stattdessen bräuchte, erklärt dir Barbara Blaha in der neuen Ausgabe von "Moment Mal".

#3 Meme des Tages

Wer kennt das Problem nicht? Da will man als Mann in Ruhe daheim arbeiten, aber es backt einfach jemand einen Kuchen auf dem Wohnzimmertisch. Da ist es im Büro, so ganz ohne nervige Frau oder Kinder, doch gleich viel gemütlicher.

Heute wird Karl Mahrer zum Nachfolger von Gernot Blümel gewählt und damit neuer Chef der ÖVP Wien. Ob er als große Zukunftshoffnung gilt, können wir schwer einschätzen. Die Zeit im Homeoffice hat er auf jeden Fall nicht sehr genossen. Ist ja auch schwierig, wenn die Wohnung dauernd nach frisch gebackenem Kuchen riecht. 
 

#4 Der Reihe nach

Die letzten sieben Jahre waren die heißesten sieben Jahre seit Beginn der Aufzeichnung. Südasien leidet unter einer extremen Hitzewelle, die bereits ungewöhnlich lang andauert. In Italien kommt es wegen einer schweren Dürre zu Ernteausfällen. Amerika droht eine besonders harte Hurrikan-Saison.

Kein Wunder, dass wir immer mehr Extremwerte überschreiten. Vier davon haben wir 2021 erreicht, wie die Weltorganisation für Meteorologie verkündet hat.
 
Die Meere waren noch nie so warm und sauer, ihr Spiegel steigt wegen der Eisschmelze weiter an. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre war seit Millionen von Jahren nicht mehr so hoch. Eine Verbesserung ist nicht in Sicht. 

Trotz der steigenden Temperaturen und häufiger auftretenden Klimakatastrophen wird zu wenig gemacht. Länder und Konzerne investieren viel zu viel Geld in fossile Brennstoffe - und befeuern dadurch den Teufelskreis der Erderhitzung.
 

#5 Besser geht doch

Der Gender-Pay-Gap macht auch vor Profi-Sportlerinnen nicht halt. Mit der tatsächlichen Leistung hat das wie so oft wenig zu tun: Das US-Frauenteam ist etwa um einiges erfolgreicher als die Männer. Sie haben bisher jedoch viel weniger bekommen und deswegen den Verband 2019 verklagt.

Jetzt haben sich beide Seiten offiziell darauf geeinigt, dass Sportler:innen aus beiden Teams gleich viel Geld bekommen. Der größte Konfliktpunkt betraf bisher die Prämien bei Großturnieren. Denn der Weltverband FIFA schüttet wesentlich mehr an die Männer aus. Mit der neuen Einigung werden jedoch alle Prämien zusammengelegt und dann gleichwertig ausbezahlt. 

Aber keine Sorge, liebe Männer: Die Einigung betrifft nur das US-Nationalteam. Auf der wichtigeren Klubebene bleibt der enorme Unterschied erhalten. So wurden der bestbezahlten Fußballspielerin im Jahr 2021, Carli Lloyd, etwa 518.000 Dollar bezahlt. Bei den Männern lagen im selben Jahr Lionel Messi und Neymar an erster Stelle. Beide haben von ihrem Verein jeweils 75 Millionen Dollar bekommen. Werbegelder fehlen da noch.
 

Einen ruhigen Freitag

Sebastian

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