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Kapitalismus
Fortschritt

Dein Mond wird dir heute präsentiert von …

Dein Mond wird dir heute präsentiert von …
Guten Morgen!

Während die Vielen für 2.000 Euro brutto monatlich kämpfen, reden andere von 2.000.000 US-Dollar täglich und greifen dabei buchstäblich nach den Sternen. Klingt chaotisch? Ist es auch! Aber wir ordnen das für dich im Morgenmoment. Heute sendet dir den Lisa Wohlgenannt.

#1 Möchtest du das teilen?

Es steht schlecht um unser Klima. Die Erderhitzung schreitet voran, das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens ist inzwischen fast völlig unrealistisch und um das Schlimmste zu verhindern, schließt sich das Zeitfenster immer schneller. 

Seit gestern tagen bei der UN-Klimakonferenz COP 27 in Ägypten alle Parteien, die die UN-Klimaverträge – wie auch das Pariser Klimaabkommen – unterzeichnet haben. Sie sollen sich auf Strategien einigen, um die Erderhitzung möglichst niedrig zu halten und mit dem veränderten Klima sowie Verlusten und Schäden umzugehen. Doch die Erwartungen an die COP 27 sind niedrig. 

Wir haben alle Fragen rund um die COP 27 beantwortet und machen klar, warum die Klimakonferenz in Ägypten anders ist.

#2 Hast du das gesehen?

Hoch hinaus ging es am Wochenende für die Privatjet-Besitzer in Amsterdam nicht. Klimaaktivist:innen kletterten über Zäune und Absperrungen des Flughafens Schiphol und setzten sich vor die Räder der Privatjets. Initiiert wurde die Protestaktion von Greenpeace und Extinction Rebellion: Sie fordern „weniger Flüge, mehr Züge und ein Verbot von unnötigen Kurzstreckenflügen und Privatjets“. Alle Zahlen und Fakten haben wir in diesem Video kurz und knapp für dich zusammengefasst.  

@moment_magazin

Angesichts der Klimakrise stehen Privatjets immer mehr in der Kritik. Während Durchschnittsbürger:innen angehalten werden ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren, jetten Reiche durch die Gegend. Und das auf Strecken, die man auch mit dem Zug fahren könnte. In den Niederlanden haben deshalb 200 Klimaaktivist:innen am Wochenende den Flughafen Schiphol ins Visier genommen und den Privatjet-Flugverkehr blockiert. Viele von ihnen wurden verhaftet, die Luftfahrtindustrie kritisierte die Aktion – wenig überraschend – hart. Auch Österreich hat eine der größten Privatjetflotten in der EU, die hauptsächlich Kurzstrecken fliegt. #klimakrise #aktivismus #extinctionrebellion #greenpeace #schiphol #privatjets #flugverkehr #letztegeneration #umweltschutz #klimaschutz

♬ Originalton – Moment Magazin

 

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

The Sky is the limit? Nicht für alle. Ein russisches Startup arbeitet an „Space Ads“ – Weltraum-Werbung. Mit Hilfe von kleinen, lichtreflektierenden Satelliten sollen damit neben Sternen zukünftig auch Firmenlogos und Anzeigen am Nachthimmel leuchten. Eine Studie aus Russland stellte sich nun der Frage, ob die Weltraumwerbung rentabel ist und kommt zum Schluss: Ja. Zwar würde das Ganze im Voraus viel kosten, nämlich 65 Millionen US-Dollar für eine Werbung mit 50 Satelliten, rentabel könne es aber trotzdem sein. Mit bis zu 2 Millionen US-Dollar Einnahmen täglich, sodass sich die Space Ad in einem Monat bezahlt machen würde.

Aber weil es sich wirtschaftlich lohnt, ist es nicht gleich lohnenswert, finden wir. Im Gegenteil: Wir verbrauchen durch unseren Konsum schon jetzt weit mehr Ressoucen, als die Erde uns zur Verfügung stellen kann. Das führt zur Erderhitzung, Verlust der Artenvielfalt, Verschmutzung von Luft und Wasser uvm. Wir müssen dringend weniger konsumieren und brauchen nicht noch mehr Anreize dazu. Auch Astronom:innen kritisieren die Weltraumwerbung: Die Zunahme von Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn beeinträchtige sie bei der Untersuchung des Weltraums, der Verfolgung potenziell gefährlicher Asteroiden und das Risiko für Kollisionen erhöhe sich. Schon heute ist Weltraumschrott ein Problem.

#4 Besser ginge doch

Bald kein Lohn mehr unter 2.000 Euro? Dafür kämpfen die Gewerkschaften. Sie fordern, dass niemand in Österreich für Vollzeit-Arbeit weniger verdienen soll. Für 625.000 Beschäftigte in Österreich wäre das eine wichtige Verbesserung. Denn jede fünfte Frau und jeder neunte Mann arbeiten derzeit für weniger als den geforderten Mindestlohn. Besonders betroffen sind Menschen in Branchen, in denen die Unternehmen derzeit einen angeblichen Arbeitskräftemangel beklagen.

Das könnte noch schlimmer werden. Deutschland hat seinen Mindestlohn gerade angehoben und wird für Arbeitnehmer:innen damit attraktiver. Anders als dort gibt es in Österreich keinen gesetzlichen Mindestlohn, der für alle gilt. Die Untergrenzen werden in den verschiedenen Kollektivverträgen für jede Branche verhandelt.

#5 Bonustrack

Alles wird teurer. Alle merken das. Aber nicht alles in gleichem Ausmaß. Denn die Gehälter und Löhne können mit der Steigerung der Mietkosten nicht einmal annähernd mithalten. Was das bedeutet, erklärt Momentum-Ökonom Alexander Huber im Interview bei Café Puls auf Puls4.

 

Ich hoffe, ich konnte alle Unklarheiten beseitigen und wünsche dir einen schönen Tag!

Lisa

 

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