Känguru liegt im Gras
Die Känguru-Chroniken: Poetisch, politisch und radikal.
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/ 6. März 2020

Die Känguru-Chroniken: Poetisch, politisch und radikal

Kleinkünstler Marc Uwe Kling lebt seit vielen Jahren mit einem kommunistischen Känguru in einer WG in Berlin zusammen. Einfach ist das nicht, denn sein WG-Kollege streitet bei jeder Gelegenheit für einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz, weshalb er auch nie Miete zahlt. Er drückt sich vor dem Bad putzen, weil er das Recht auf Faulheit durchsetzen will und ernährt sich fast ausschließlich von Schnapspralinen.

 

Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schön ärgern.
'Ob Links- oder Rechtsterrorismus - da sehe ich keinen Unterschied.' 'Doch, doch', ruft das Känguru, 'die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.'
"Was steht an erster Stelle deiner Not-to-do Liste?" rufe ich. Das Känguru blickt hoch. "Aufgeben", sagt es.

Die Känguru-Chroniken jetzt im Kino

Die Ansichten des vorlauten Kängurus sind jetzt auch im Kino zu sehen.

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