Ungleichheit
Ein Frauenmord ist kein Beziehungsdrama - Übersetz mir die Medien, Natascha Strobl
05. Mai 2021
Die Anzahl der Frauenmorde in Österreich steigt an: Im Schnitt wird alle zwei Wochen eine Frau ermordet. Sie wird einzig allein aus dem Grund ermordet, dass sie in einer Beziehung mit einem Mann ist oder war.
Gewalt gegen Frauen beginnt nicht mit Mord. Sie beginnt mit vermeintlich "harmlosen" Witzen, mit Unterdrückung und Belästigung. Nicht jeder Mann, der auf der Straße einer Frau hinterherruft, wird zum Mörder. Aber beidem liegt dieselbe Frauenverachtung zugrunde. Femizide sind auch keine unausweichlichen Ereignisse. Sie sind auch keine "Tragödien" oder "Dramen", wie manche Medien behaupten. Sie sind zu verhindern, wenn frühzeitig mit dem Täter gearbeitet wird. Warnsignale müssen ernst genommen werden.
Politologin Natascha Strobl über ein höchst frauenverachtendes Weltbild und die Darstellung von Frauenmorde in Medien.
Das könnte dir auch gefallen
- Schau dir das an: Barbara Blaha on Tour mit ihrem neuem Programm Funkenschwestern
- Abtreibungen weltweit: Wo es für Frauen (keine) Strafen gibt
- Von Wien bis Vorarlberg: So tief reichen die Kürzungen im Sozialbereich
- WIFO-Chefökonom Felbermayer will Pensionsantritt erst ab 67. Zeit für einen Faktencheck.
- Warum schicken zwei Linzer Krankenhäuser eine vergewaltigte Frau wieder weg?
- Partnerinnen betäubt und vergewaltigt: „Wir bei Neustart haben immer wieder mit solchen Fällen zu tun“
- Wie Unternehmen Mitarbeiter:innen bei häuslicher Gewalt schützen können
- Lebensmittelverschwendung: Die Daten sind da, die Politik wartet