Morgenmoment
/ 1. Juni 2022

Guten Morgen,

na, alles fit? Heute erwartet dich nämlich eine ganze Menge: Wir berichten dir über die neuen Pläne der EU, leiten den Pride-Month ein und schauen uns einen sehr missglückten Sager an. Und es gibt noch mehr! Heute kommt dein Morgenmoment von Michael Farthofer.

#1 Möchtest du das teilen?

Hätte man unsere Bundesregierung die letzten beiden Jahre immer beim Wort genommen, wäre die Pandemie schon lange vorbei. Immer wieder versprach man: Corona? Das ist Geschichte. Umso erstaunlicher, dass die Verantwortlichen in puncto Krisenkommunikation wenig aus ihren Fehlern gelernt haben. Dabei wäre es gar nicht so schwer, einfach einmal zu sagen: "Ja, die Lage ist ernst." Natascha Strobl hat sich das alles einmal genauer angesehen.

#2 Lesetipp

Werden unsere Chats in Zukunft überwacht? Die EU-Kommission plant die Einführung eines Algorithmus, der unsere Chats auf verdächtiges Material analysieren soll. Wir haben darüber mit dem Datenschutzexperten Dominik Polakovics von Verein epicenter.works gesprochen.

Hinter der "Chatkontrolle" steht an sich eine ehrbare Absicht: Man will gegen Kindesmissbrauch im Netz vorgehen. Trotzdem regt sich Widerstand von Seite von Datenschutz- und Bürgerrechts-Expert:innen.

Vor allem die Treffsicherheit wird kritisiert. Außerdem bleibt unklar, welche Folgen die Einführung einer “Chatkontrolle” für zukünftige politische Entscheidungen und Überwachungsvorhaben haben könnte. Ist die Infrastruktur dafür einmal geschaffen, kann sich auch schnell ausgebaut werden. Den ganzen Artikel findest du hier.

#3 Zitat des Tages

Heute startet der Pride-Month! Der Juni steht weltweit ganz im Zeichen der LGBTIQ+-Community. Jährlich feiern Millionen von Menschen die Vielfalt unserer Gesellschaft. Auch in Österreich finden Protestaktionen, Partys und Paraden wie die “Regenbogenparade” in Wien statt. Aber warum genau ist der“Pride-Month” im Juni?

Seine Ursprünge liegen im Jahr 1969 in New York. Dort kamen am 28. Juni Menschen im “Stonewall Inn” zusammen, einem Szenelokal für Homosexuelle. Die Polizei kontrollierte an jenem Abend die Gäste des Lokals. Homosexualität galt damals als illegal. Im Zuge der Kontrollen kam es auch zu Gewalthandlungen auf Seiten der Polizei. Die anwesenden Gäste protestierten gegen die Polizeigewalt und warfen sie aus dem Lokal. Die danach folgenden Proteste hielten einige Tage an.

Sylvia Rivera war damals Augenzeugin. Die LGBTQIA+ - Aktivistin und Dragqueen gründete 1970 einen Verein, um obdachlose Dragqueens und Transpersonen zu unterstützen.

#4 Hast du das gesehen?

Wenn nicht, dann schau dir das doch mal an. Zieht der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hier einen Vergleich, den man lieber lassen sollte? Oder meint der Mann von der SPD damit etwas anderes? Flo Boschek hat dazu ein Video für dich.

#5 So kann es gehen

“Tax us now!” Eine Gruppe von Millionär:innen hat sich in Davos in der Schweiz versammelt, um gegen den Überreichtum einiger Weniger in unserer Welt zu protestieren. Im Mai fand dort wieder das World Economic Forum (WEF) statt.

Beim jährlichen WEF diskutieren vor allem reiche und einflussreiche Menschen aus Wirtschaft und Politik über aktuelle globale Fragen und Probleme, die nicht selten von ihnen, ihren Konzernen und ihren Riesenvermögen mitverursacht werden. Einige ungewöhnlichere Millionär:innen waren diesmal auch anwesend. Sie protestierten nämlich gegen das WEF und skandierten: ”Besteuert uns jetzt!” Die Gruppe fordert, dass Reiche Menschen weltweit viel mehr zur Gesellschaft beitragen sollen. Am besten gehe das durch eine höhere Besteuerung von Reichtum.

 

Einen schönen 1. Juni wünscht dir
 

Michi

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