Morgenmoment
/ 25. Juli 2022

Guten Morgen,

warum "Ocean Plastic" meist nichts mit Plastik aus Ozeanen zu tun hat, wie Licht ins Dunkel der EZB  kommt und Hirnfutter für Vermieter:innen. Dein Morgenmoment kommt heute von Michael Farthofer.

 

#1 Hast du das schon gesehen?

Es ist doch so einfach: Wenn alle nur noch Kleidung aus "Ocean Plastic" kaufen, dann retten wir die Welt. Oder? Nicht ganz: Denn auch vermeintlich "nachhaltige" Marken betreiben skrupelloses Greenwashing. Warum "Ocean Plastic" meist nicht aus dem Ozean kommt und wie Unternehmen sonst noch tricksen, erfährst du hier.

#2 Die Nachrichten erklärt

EZB, Hauptrefinanzierungsfaszilität, Einlagenzinssatz. Die Medien sind schon wieder voll mit Begriffen, mit denen die Wenigsten etwas anfangen können. Die Europäische Zentralbank hat nämlich die Zinsen erhöht. Das ist technisch, aber auch ziemlich spannend und betrifft dein tägliches Leben. Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen rund um die Zinsentscheidung.

#3 Video-Tipp

Jede:r hat sie: Die eine Tante, die nicht an die Klimakrise "glaubt" oder die "Klimahysterie" als "Verschwörung" sieht. Wir erklären noch einmal sachlich, warum schleunigst etwas gegen die Klimakrise unternommen werden muss. Sonst enden wir alle so, wie meine Kollegin Vicki in diesem Video.

#4 Der Reihe nach

Wer regelmäßig verreist, kommt an Airbnb fast nicht vorbei. Die Internetplattform bietet Privatpersonen und Unternehmen an, einzelne Zimmer, aber auch ganz Wohnungen zu vermieten.

Was erst einmal ganz nett klingt, kann zum Problem werden - vor allem für Großstädte. In Barcelona oder Lissabon sind ganze Airbnb-Viertel entstanden. Dadurch werden heimische Mieter:innen aus den Vierteln verdrängt. In Wohnvierteln entstehen plötzlich Touri-Shops und überteuerte Restaurants, die Wohnqualität nimmt deutlich ab.

Diese Angebote werden deshalb gesetzlich reguliert. Damit scheint es aber noch nicht genug. In Wien sind nun Stichproben-artig 160 Angebote geprüft worden - die Hälfte davon war illegal.

#5 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Wir müssen raus aus Gas, keine Frage. Doch das ist nicht so einfach: Sehr viele Haushalte haben eine Gasheizung. Einen Heizungstausch durchführen können aber nur die Vermieter:innen. Und die haben daran kein großes Interesse. Schließlich sind es nicht sie, die die hohen Gaspreise bezahlen müssen, sondern die Mieter:innen.

Was man dagegen tun könnte: Mieter:innen, die in Wohnungen mit Gasheizungen wohnen, zahlen eine verringerte Miete. Ähnlich dem, wenn die Wohnung nur ein Klo am Gang hätte. Wenn ohne Heizungstausch die Einnahmen sinken, wird es für Vermieter:innen attraktiver, einen durchzuführen.

Einen schönen Wochenstart wünscht dir

Michi

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