Morgenmoment
/ 18. November 2022

Guten Morgen!

Endlich mehr Lohn für die einen. Immer noch zu viel für die anderen. Klingt ungerecht? Ist es auch. Warum, erklären wir dir in diesem Morgenmoment. Heute gesendet von Lisa Wohlgenannt.

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#1 Möchtest du das teilen?

Die Fußball-Weltmeisterschaft geht los. Ein großes Fest des Sports: Buntes Treiben auf den Rängen, nobler Sportsgeist auf dem Rasen, eine Feier der Völkerverständigung im Fernsehen. Darauf freut sich die ganze Welt! Obwohl ...

Die Fußball-WM in Katar 2022 ist viel in der Kritik. Und das mit guten Gründen. Wohl so viele Menschen wie noch nie zuvor denken über einen Boykott zumindest nach. Was das Problem ist und warum dieses für den Sport nicht neu ist, erklärt dir Tom Schaffer hier.

#2 Hast du das gehört?

Die Sozialpartner der Sozialwirtschaft haben sich geeinigt. Acht Prozent mehr soll es für die 130.000 Beschäftigten aus dem privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich geben, mindestens aber 175 Euro. Für die unterste Einkommensgruppe ist das eine Gehaltserhöhung von 10,2 Prozent. Gesamt profitiert fast ein Drittel aller Beschäftigten von dem Mindestbetrag. Teilzeitgehälter werden anteilig erhöht.

Außerdem gibt es eine bessere Anrechnung von Vordienstzeiten wie Zivildienst oder freiwilliges Soziales Jahr, fünf Tage Freistellung bei der Vorbereitung für die Lehrabschlussprüfung, Verbesserungen bei Umstufungen in höhere Gehaltsklassen nach Ausbildungen und der Zuschlag für kurzfristiges Einspringen wird um 20 Prozent erhöht.

Die Verhandler:innen wollten nachhaltige Gehaltserhöhungen und keine Einmalzahlungen. Das konnten sie erreichen. Nicht erreichen konnten sie eine Arbeitszeitverkürzung. Aufgrund der Teuerung stand der Gehaltsabschluss im Vordergrund. 

#3 Hast du das gesehen?

Pensionsreform, Beschäftigungsanreize etc. Immer wieder lesen wir solche hochkomplexen Wörter in den Medien. Damit du dich nicht blamierst, weil du sie falsch aussprichst, haben wir hier ein Video für dich

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Eine neue Umfrage zeigt: Ein Drittel der Österreicher:innen fliegt nie. Vier Prozent fliegen mehrmals im Monat. Ein Prozent sogar mehrmals die Woche. Weitere 52 Prozent fliegen einmal im Jahr oder seltener.

Vielflieger:innen sind in erster Linie Geschäftsreisende, erklärt Michael Schendinger vom VCÖ (Verkehrsclub Österreich). Er appelliert deshalb vor allem an Unternehmen, mehr auf Videokonferenzen und möglichst Bahnreisen zu setzen. Denn internationale Flüge verursachen rund achtmal so viel Treibhausgase wie ein Reisebus. Bei Inlandsflügen ist die Bilanz noch schlechter, mit 76-mal so viel Treibhausgasen wie die Bahn in Österreich. 

Die Politik ist gefordert: Flugkonzerne wurden vor der Pandemie durch die fehlende Kerosinsteuer mit rund 30 Milliarden Euro pro Jahr indirekt subventioniert, weitere 40 Milliarden Euro macht die fehlende Umsatzsteuer auf Flugtickets für grenzüberschreitende Flüge aus.

Viel Geld für ein klimaschädliches Transportmittel, das vor allem jene nutzen, die Geld besitzen. Es braucht deshalb bessere internationale Bahnverbindungen und ein Ende von Steuerprivilegien für den „Klimasünder Flugverkehr“.

#5 Bonustrack

Energiearmut gibt es nicht nur beim Heizen oder beim Strom, sondern auch bei der Mobilität. Mit dem Ausbau von öffentlichem Verkehr würde man Soziales und Klima zusammen denken, erklärt Momentum-Ökonom Joel Tölgyes im "Themenmontag" auf ORF III. Hier folgt ein kleiner Einblick:

Ich wünsche dir einen gerechten Tag!

Lisa

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