Kinderimpfung: Ab sofort können auch Kinder zwischen 5 und 12 in Österreich geimpft werden. Das Foto zeigt ein Kind, das ein Pflaster auf den Arm bekommt.

Kinderimpfung: Wir klären die wichtigsten Fragen zur Coronaimpfung für Kinder in Österreich.

/ 25. November 2021

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat der Impfung für Kinder eine Freigabe erteilt. Auch in Österreich können jetzt Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren geimpft werden. Aber wie sicher ist die Kinderimpfung? Welche Nebenwirkungen gibt es? Und wo kann man sich überhaupt impfen lassen? Wir haben die wichtigsten Fragen für dich beantwortet.

Gibt es die Kinderimpfung schon in Österreich?

Ja. Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer wurde am 25. November von der EMA zugelassen. Ob man sein Kind bereits impfen lassen kann, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich:
In Wien und Tirol konnte man bereits vor der Freigabe eine Kinderimpfung bekommen. In Niederösterreich sollen die Impfungen am 25. November starten. Im Burgenland, Oberösterreich und der Steiermark kann man sich für die Impfung bereits vormerken. Salzburg wird so bald wie möglich mit der Impfung beginnen. In Kärnten ist noch keine Voranmeldung zur Kinderimpfung möglich.
 

Wie sicher ist die Kinderimpfung?

Das Zulassungsverfahren für Kinderimpfstoffe ist sehr streng. Denn es kann zwar auch bei Kindern zu schweren Verläufen kommen, diese sind aber seltener als bei Erwachsenen. Deswegen muss das Risiko einer Impfung im Vergleich zum Nutzen möglichst niedrig sein. Für den BioNTech/Pfizer-Impfstoff hat die EMA dieses niedrige Risiko nun bestätigt.

Die Kinderimpfung ist, ähnlich wie die Impfung für Jugendliche, sehr sicher. Das zeigen die bisherigen Daten der Zulassungsstudie. In den USA läuft die Kinderimpfung bereits seit Anfang November, etwa drei Millionen Kinder wurden bereits gegen Corona geimpft. Die Erfahrungen dort zeigen, dass es kaum ungewollte Impfreaktionen gibt oder gar Nebenwirkungen, die man noch nicht entdeckt hat.
 

Welche Nebenwirkungen gibt es bei der Kinderimpfung?

Wie bei Erwachsenen kann es zu den üblichen Impfreaktionen kommen: Rötungen der Impfstelle, Fieber oder Schüttelfrost sind als Reaktion auf die Impfung ganz normal. 

Aber: Kinder vertragen die Impfung generell besser. Solche Nebenwirkungen treten bei ihnen seltener auf. Eine ausgesprochen seltene Nebenwirkung ist die Herzmuskelentzündung. Sie tritt maximal bei einem von 20.000 Kindern auf. Bisher gab es aber keine schweren Verläufe oder gar Todesfälle. Zum Vergleich: eines von 1.000 erkrankten Kindern erleidet einen schweren Verlauf.
 

Warum soll ich mein Kind impfen, wenn es wenig schwere Verläufe gibt?

In Österreich müssen immer mehr Kinder im Krankenhaus wegen Corona behandelt werden. Denn es sind allgemein zu wenig Menschen geimpft. Dadurch ist die Gefahr, sich anzustecken, ziemlich hoch - auch für Kinder. Auch wenn der Verlauf bei Kindern generell leichter ist, heißt das nicht, dass nicht auch sie schwer erkranken können. Sie können außerdem Long Covid bekommen. 

Wo kann ich mein Kind zur Kinderimpfung anmelden?

Eine Anmeldung erfolgt über das jeweilige Impfservice des Bundeslandes. Du kannst sie alle hier finden. Auch niedergelassene Ärzt:innen werden die Kinderimpfung anbieten. Dazu musst du dich direkt an sie wenden.

Wie oft müssen Kinder gegen Corona geimpft werden?

Kinder werden zweimal gegen Corona geimpft. Das Nationale Impfgremium empfiehlt derzeit nur allen Menschen ab 18 Jahren sechs Monaten nach der Zweitimpfung die Auffrischungsimpfung (Boosterung).
 

Welcher Impfstoff wird bei der Kinderimpfung verwendet?

Eine Corona-Schutzimpfung für Kinder wird mit dem Impfstoff BioNTech/Pfizer verabreicht. Bis eigens für Kinder hergestellte Dosen verfügbar sind, wird ein Drittel der Impfdosis eines Erwachsenen verimpft.

Ab welchem Alter können Kinder in Österreich gegen Corona geimpft werden?

Die Zulassung für die Corona-Impfung gibt es für Kinder ab 5 Jahren. 

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