Morgenmoment
/ 23. Juni 2022

Guten Morgen!

Menschen kämpfen für das Gute und manchmal erreichen sie dabei Großes. Dein Morgenmoment sprüht heute vor Optimismus und Tatendrang. Verschickt von Lisa Wölfl.

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#1 Möchtest du das teilen?

Wir reisen zurück in die Steinkohlezeit. Weil weniger Gas aus Russland kommt, soll das eingemottete Kohlekraftwerk Mellach wieder ans Netz gehen - ausgerechnet unter der grünen Energieministerin Leonore Gewessler. "Niemand will das", sagen Beteiligte. Warum passiert es dann trotzdem und macht uns Kohle wirklich weniger abhängig von Russland? Wir haben uns das angesehen.

#2 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Der Traum ist gestorben, bevor er begonnen hat: Die “Global Dream II” hätte das Kreuzfahrtschiff mit den meisten Plätzen für Passagier:innen werden sollen. Jetzt ist das Schiff zur Hälfte fertig gebaut - und niemand will es haben.

Für das Klima wäre es zwar noch besser gewesen, wenn der Bau des Schiffes gar nicht erst begonnen hätte. Doch auch so ist es eine gute Nachricht. Denn Kreuzfahrten haben eine extrem schlechte Klimabilanz. Und der Tourismus, der durch sie gefördert wird, ist alles andere als nachhaltig.

#3 So kann es gehen

Julia ist erst 17 Jahre alt. Vor rund einem Jahr musste sie mit ihrer Familie vor dem katastrophalen Hochwasser im deutschen Ahrtal flüchten. 133 Menschen kamen ums Leben. Jetzt steht Julia gegen die Klimakrise auf.

Sie ist eine von fünf jungen Menschen, die vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Sie wollen zeigen, dass der Energiecharta-Vertrag den Kampf gegen die Klimakrise erschwert und damit ihre Menschenrechte verletzt.

Was ist die Energiecharta? Ein Vertrag, der ausländischen Energiekonzernen erlaubt, den Staat auf Schadenersatz zu klagen, wenn er gegen fossile Energien vorgeht. Eine deutsche Firma klagt zum Beispiel aktuell die Niederlande, weil das Land aus Kohle aussteigen will. 1,4 Milliarden Euro Schadenersatz will das Unternehmen dafür. Auch Österreich ist Mitglied der Energiecharta.

#4 Zahlen des Tages

Der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen ist in USA in Gefahr. Der Supreme Court plant, die Grundsatzentscheidung zu kippen, die es ungewollt Schwangeren ermöglicht, abzutreiben.

Kippt der Gerichtshof die Entscheidung, werden mindestens 13 US-Bundesstaaten legale Abtreibungen sofort extrem einschränken. Weitere werden folgen. Das ist eine fatale Nachricht.

Seit 1994 wurden die Abtreibungsgesetze in nur drei Ländern verschärft: Polen, Nicaragua, Dominikanische Republik. Die USA werden wohl bald das vierte Land sein.

Obwohl fundamentalistische Gruppen seit Jahrzehnten für strengere Gesetze lobbyieren, geht der Trend aber insgesamt in eine andere Richtung.

Über 40 Länder haben seit den 90ern ihre Gesetze verbessert, darunter sind Staaten wie Kolumbien, Irland, Angola, Kambodscha, Spanien und Nepal.

Der Kampf um Selbstbestimmung geht also weiter. Die Entwicklung zeigt: Es lohnt sich.

#5 Bonustrack

Wer mietet, zahlt gerade doppelt. Deswegen wäre ein Mietpreisdeckel eine gute Idee, sagt Chefökonom des Momentum Institut Oliver Picek im Interview mit Servus TV.

Ich wünsche dir einen schönen Tag!

Lisa

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