Wie Problemmedien über tödliche sexualisierte Gewalt berichten: "Ich könnte kotzen"
Ich bin wütend und traurig. Weil wieder einer Frau so unerträgliche Gewalt angetan wurde - mutmaßlich von jenem Mann, der ihr am nächsten stand - ihrem Ehemann. Ich könnte weinen und schreien und ich könnte kotzen bei der würdelosen und verharmlosenden Berichterstattung der Problemmedien.
Wieder wurde eine Frau getötet. Ihr wurden schwere Verletzungen im Bauch- und Unterleibsbereich zugefügt. Laut Obduktion durch starke Gewalteinwirkung. Sie starb daran. Wir müssen also von sexualisierter, tödlicher Gewalt sprechen. Und die Problemmedien sprechen von einem “Unfall” beim “Sex-Spiel”.
Problemmedien zitieren die Version des mutmaßlichen Täters, die ihn möglichst unschuldig aussehen lassen soll. Und verharmlosen so die Tat. Ich muss es an der Stelle sagen: Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Niemand muss Gewalt "über sich ergehen lassen"
Die Krone schreibt von “exzessiver Gewalt, die sie beim Sex über sich ergehen lassen musste”. Nein. Niemand muss Gewalt über sich ergehen lassen. Der Täter hat exzessive Gewalt ausgeübt - aktiv. Das sollte auch so benannt werden. Und von Sex kann keine Rede sein.
Die Polizei geht laut den Medienberichten davon aus, dass die Frau nicht in der Lage war, sich zu wehren. Laut Medienberichten könnten beide berauscht gewesen sein. Ermittelt wird nun wegen des Verdachts des “sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person”. Es droht lebenslange Haft.
"Ohne Zustimmung ist es kein Sex"
Es ist also davon auszugehen, dass die Frau keiner sexuellen Handlung zustimmen konnte. Und ohne Zustimmung ist es kein Sex, sondern sexualisierte Gewalt.
In diesem Fall “Sex” oder gar einem “Sex-Spiel” und einem “Unfall” zu sprechen ist nicht nur geschmacklos. Es ist gefährlich. Es verharmlost die Tat und schiebt Verantwortung vom Täter hin zu der Betroffenen. Aber Betroffene von Gewalt tragen niemals Schuld an der Gewalt, die ihnen zugefügt wird.
Und sexualisierte Gewalt ist besonders schmerzvoll, weil sie besonders entwürdigend ist. Es trifft den höchstpersönlichen Lebensbereich und der ist besonders schützenswert - auch in der Berichterstattung. Das Mindeste, was man für die Frau tun kann und muss, ist, ihre Würde zu wahren. Aber das tun die Problemmedien nicht. Sie missbrauchen die Gewalt und das Leid der Betroffenen mal wieder für Klicks.
Bennen wir es richtig: männliche Gewalt
Nach aktuellem Ermittlungssand müssen wir davon ausgehen, dass es wieder einmal männliche Gewalt war.
Wir müssen männliche Gewalt als das benennen was sie ist und endlich damit aufhören, sie zu verharmlosen. Damit die Verantwortung dort bleibt, wo sie hingehört - nämlich bei den Tätern. Nur so kann sich was ändern.
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