Wer ist Magnus Brunner?

Magnus Brunner

BMF/CC-BY 2.0

/ 3. Dezember 2021

Magnus Brunner wird neuer Finanzminister. Er folgt damit Gernot Blümel nach. Aber wer ist das eigentlich?

Magnus Brunner kam 1972 in Höchst, Vorarlberg, zur Welt. Seine erste offizielle Tätigkeit bei der ÖVP übte er 1999 aus: Nach seinem Jus-Studium in Innsbruck und Wien organisierte Brunner im Wahlkampf die Plattform “Vorarlberg für Landeshauptmann Sausgruber”. Nach der Wahl wurde er Büroleiter von Sausgruber. Seit 2009 ist Brunner Mitglied des Bundesrates, 2018 wurde er dessen Vizepräsident.

ÖVP-Staatssekretär im grünen Ministerium

2020 erfolgte dann ein Karrieresprung: Brunner wurde Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz und Umwelt unter Leonore Gewessler. Bis dahin war Magnus Brunner nur wenigen bekannt. Doch in der ÖVP gilt er als gut vernetzt und Experte für die Aufgaben, die folgen sollten. Brunner war zwischen 2007 und 2020 Vorstandsmitglied in der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG), zuvor war er Aufsichtsratsmitglied bei den Stadtwerken Bregenz.

Schwieriges Arbeitsverhältnis

Das Verhältnis zwischen Magnus Brunner und Umweltministerin Leonore Gewessler galt als schwierig. Brunner äußerte sich öffentlich zu Entscheidungen der Ministerin. In einem Interview kritisierte er etwa, dass Gewessler bereits geplant Straßenbauprojekte neu evaluieren wollte. Gleichzeitig forderte er eine Maximaldauer von Umweltprüfungsverfahren, was bei vielen Expert:innen auf Unverständnis traf. Auch bei anderen Projekten gab es Unstimmigkeiten zwischen Brunner und Gewessler. So setzte sich der Staatssekretär auch für den Bau des Lobautunnels ein, der mittlerweile von Gewessler abgesagt wurde. Brunner war auch gegen ein Verbot von Billigflügen, das die Umweltministerin EU-weit einführen wollte.

Nachfolger von Gernot Blümel

Jetzt folgt Magnus Brunner Gernot Blümel im Finanzministerium nach. Nach dem Rückzug von Sebastian Kurz aus der Politik verkündete auch Blümel per Facebook-Video seinen Rücktritt als Finanzminister. Offiziell begründete er das mit einem "Nachdenkprozess", den die Geburt seines zweiten Kindes ausgelöst habe. Doch auch Blümel stand in den letzten Monaten immer wieder im Visier der Justiz und wird immer noch in der Causa Casino als Beschuldigter geführt. Forderungen nach seinem Rücktritt gab es schon länger.

 

 

 

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