Ein Rendering des Oceanbird Segelfrachters
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/ 22. Oktober 2020

Der Segel-Frachter Oceanbird könnte ein Weg sein, um die Schifffahrt viel klimafreundlicher zu machen.

Technologie wird uns allein wohl nicht vor der Klimakatastrophe retten - aber neue Entwicklungen können sicher einen wichtigen Beitrag leisten.

Eine Reederei aus Schweden namens "Wallenius Marine" arbeitet derzeit am letzten Schliff für einen Frachter, der 90% weniger CO2 verursacht. Die Firma ist kein riskantes neues Startup, sondern baut seit über 90 Jahren Schiffe.

Möglich gemacht wird die Einsparung durch eine eigentlich "alte" Technologie: Der Antrieb wird mit Segel unterstützt, um den Wind zu nutzen. Die 80 Meter hohen Segel des "Oceanbird" sind allerdings alles andere als übergroße Fetzen, wie man sie aus Piratenfilmen kennt, sondern ziemliche Hightech-Produkte.

Die letzten technischen Probleme sollen bald gemeistert sein und schon 2024 ein erstes Schiff in See stechen. Es könnte etwa für den Transport von Autos über den Atlantik benutzt werden. Später würde es aber auch Frachter mit anderen Gütern ersetzen können. Kosten sollen Schiffe wie Oceanbird übrigens etwa gleich viel wie ein Schiff mit alter Technologie.

Auch das ist wichtig. Die weltweite Schifffahrt hält das globale Handelssystem am Laufen und verursacht als Folge davon derzeit etwa 3 Prozent aller menschengemachten CO2-Emissionen. Für eine einzelne Industrie ist das ein wirklich großer Beitrag. Große Verbesserungen in diesem Bereich wären also ein wichtiger Schritt in der Klimakrise.

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