Parlagram: Was interessiert die Vielen?

/ Leonhard Dobusch
/ 23. Oktober

"Worüber redet eigentlich das Parlament?" Diese Frage lässt sich mit Hilfe des Parlagram des Momentum Instituts beantworten. Das Online-Tool macht die Debatten im österreichischen Nationalrat für die Vielen durchsuchbar. Gut zwei Wochen und zwei Updates nach dem Start des Tools haben wir uns durch unzählige Ergebnisse gewühlt, die NutzerInnen auf Twitter geteilt haben. Das Ergebnis: eine kleine Auswahl von Antworten auf die Frage: "Was an den parlamentarischen Debatten interessiert die Vielen?"

Fortschritt vs. Heimat

Quelle: @rajvlinci

Ziemlich genau 50 Jahre lang, zwischen 1955 und 2005, ging es im Nationalrat mehr um "Fortschritt" als um "Heimat". Seit 2006 hingegen liegt Heimat wieder vorne. Ob das nicht eher ein Rückschritt ist?

Wischiwschi vs. Hudriwudri vs. Larifari

Quelle: @dpfu

Neben politische Bewegten liefert das Parlagram auch sprachwissenschaftlich Interessierten spannende Einblicke, wie in diesem Vergleich von "Wischiwaschi", "Hudriwudri" und "Larifari". (Zu "Kuddelmuddel" und "Tohuwabohu" finden sich übrigens ebenfalls Ergebnisse.)

Balkankurven im Nationalrat

Quelle: @_schwindelfrei_

Doppeltet ernüchternd das Ergebnis der Suche nach den diversen Balkanstaaten: Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs quasi inexistent, waren vor allem Kroatien, Bosnien und Kosovo Thema im Nationalrat. Auslöser in allen drei Fällen: Kriege. 

Standort schlägt Menschenrechte

Quelle: @R_Schoenbauer

In einer unserer ersten eigenen Parlagram-Analysen haben wir herausgefunden, dass Vollbeschäftigung seit Mitte der 1980er Jahre gegenüber Standortüberlegungen ins Hintertreffen gerät. Dasselbe gilt auch für Menschenrechtsfragen. 

Katze(ncontent)

Quelle: @Meow_Factor

Nicht nur im Internet, auch im Parlament ging es immer wiedermal um Katzen. Zuletzt mit stark steigender Tendenz. 

Weitere spannende Parlagram-Ergebnisse:

 

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