Pussy Riot hisst Regenbogenflaggen am Ministeriumsgebäude
Pussy Riot hiss Regenbogenflaggen. Foto: Pussy Riot
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/ 7. Oktober 2020

Der Präsident Russlands Wladimir Putin feiert am 7. Oktober seinen Geburtstag. Zur Feier des Tages hissen die AktivistInnen von Pussy Riot Regenbogenfahnen auf staatlichen Gebäuden wie dem Ministerium für Kultur und dem Obersten Gerichtshof. Sie protestieren damit gegen die LGBT-Feindlichkeit des Präsidenten.

Die Fotos der Regenbogenfahnen-Aktion postete die Gruppe am Mittwoch auf Instagram und Facebook. Im Post forderte sie unter anderem, dass Morde und Entführungen von LGBT-Personen in Tschetschenien untersucht werden. Außerdem wollen sie eine Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren bei Ehe und Adoption. Der 7. Oktober - Putins Geburtstag - solle der Tag der Sichtbarkeit der LGBT-Community werden.

Hintergrund der Aktion

In Russland dürfen gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten. Mitglieder der LGBT-Community werden immer wieder brutal angegriffen. Verfolgt werden diese Straftaten kaum. Seit 2013 ist ein Gesetz in Kraft, dass das Zeigen von gleichgeschlechtlicher Liebe und sogar das Sprechen darüber in Anwesenheit Minderjähriger zur Straftat macht. Die feindliche Stimmung gegenüber LGBT-Personen zwang in den vergangen Jahren viele Menschen zur Flucht.

Pussy Riot hat sich als Punk-Band und Aktivismus-Kollektiv einen Namen gemacht. Bekannt ist die Gruppe 2012 durch ein Punkkonzert in einer Kirche geworden. Drei Aktivistinnen wurden daraufhin festgenommen und in Haft gesteckt. Sie galten als politische Gefangene. Mittlerweile sind alle drei Frauen wieder frei.

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