Morgenmoment
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/ 13. Juli 2021

Guten Morgen!

Heute wollen wir von dir erfahren, ob Sebastian Kurz sein Versprechen an dich einhalten konnte. Außerdem erfährst du, wer die traurigen Konsequenzen der englischen Niederlage im EM-Finale erleiden muss. Der Morgenmoment wurde heute von Sebastian Panny zusammengestellt.

#1 Möchtest du das teilen?

 Marianne ist in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Sie wollte nie etwas von Männern wissen. Warum das so war, wusste sie aber nicht. Ihre Schwester war der Meinung, dass sie erst in der Stadt richtig fesche Männer kennenlernen würde. Als sie nach Wien zog, wurde ihr bald klar: An den Männern lag es nicht. Mit 20 Jahren erkannte Marianne, dass sie lesbisch ist.

Queere Menschen haben es in ländlichen Gebieten zumeist schwieriger als in der Stadt, die Gründe dafür sind jedoch vielfältig. Wir haben mit Betroffenen über ihre Erfahrungen gesprochen.

#2 So kann es gehen

Während der Corona-Krise stiegen weltweit viel weniger Menschen in ein Flugzeug. In Österreich sank die Passagierzahl von 36 Millionen auf 9,3 Millionen. Die Zahl der gelandeten und gestarteten Flüge ging um zwei Drittel zurück. Das hatte auch Auswirkungen auf die CO2-Emissionen, wie Anna Pixer vom Momentum Institut berechnet hat. Diese sind aufgrund der ausgefallenen Flüge von 4,5 Mio. Tonnen auf 1,12 Mio. gesunken. Das entspricht den jährlichen CO2-Emissionen von fast 371.000 Österreicher:innen. Das sind mehr Menschen, als in Graz leben.

Nachhaltig ist das jedoch nicht, die Flugbranche erholt sich bereits wieder. Ein Hinweis darauf ist, dass die Zahl der Inlandsflüge in den USA fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht hat. Und damit steigen auch die Emissionen wieder. Eine Verringerung des Flugverkehrs wäre jedoch ein notwendiges Mittel im Kampf gegen die Klimakrise. Schaffen könne man dies laut Pixer etwa dadurch, dass man unnötige Kurzstreckenflüge streicht oder Steuerprivilegien der Luftfahrt einschränkt.

Die Politik hätte während der Krise Fluglinien auch dazu verpflichten können, ökologischer zu werden. Schließlich haben sie viel Steuergeld als staatliche Hilfe bekommen, im Fall der Austrian Airlines etwa 450 Mio. Euro. Doch eine Forderung nach wirkungsvollen Maßnahmen blieb aus.

 

#3 Hast du das gehört?

Die Gebrüder Moped verlassen uns heute in die Sommerpause. Zuvor haben sie uns aber noch eine kleine Grußbotschaft hinterlassen, die auch eine interessante Gegendarstellung beinhaltet!

Bis sie am 7. September mit einer neuen Folge zurückkommen, bleibt genug Zeit, um sich einige der alten Folgen nochmal anzuhören und langsam in der Zeit zurück zu reisen. Etwa in das Jahr 2011, bei dem die beiden zur Erkenntnis kamen, dass unter Kurz eh eigentlich nicht alles schlecht war. Ganz im Gegensatz dazu erzählen sie dir mit Blick auf die 80er-Jahre, was wirklich scheiße war damals. Auch in die 70er-Jahre ging die Reise - allerdings in die 1770er, wo sie wirklich das Bester beider Welten fanden. Hier geht es zu allen Folgen.

 

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

 

Drei verschossene Elfmeter haben englische “Fans” als Anlass genommen, um die betroffenen Spieler in sozialen Medien rassistisch zu beschimpfen. Die Ausmaße sind so extrem, dass die Londoner Polizei Untersuchungen aufgenommen hat. Doch es blieb nicht nur bei Beschimpfungen. Es kursieren auch viele Aufrufe, Schwarze Menschen zu bespucken und zu attackieren.

Mittlerweile gibt es einige Berichte, dass es bereits zu rassistischen Übergriffen gekommen ist. Schon vor dem Finale kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen in London. Einige Personen ohne Ticket versuchten etwa, das Wembley-Stadion zu stürmen. Insgesamt kam es an dem Tag zu 49 Festnahmen.

Gewalt ist im Zusammenhang mit Fußballspielen ein gesellschaftliches Problem, besonders in England. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Fälle von häuslicher Gewalt gegen Frauen nach Fußballspielen deutlich ansteigen. Während der WM 2010 stiegen die Berichte von häuslicher Gewalt bei einer Niederlage Englands um 38% an. Bei einem Sieg oder Unentschieden waren es 26%. Diesen Anstieg führen Forscher:innen vor allem auf starken Alkoholkonsum zurück.

Solltest du oder jemand aus deinem Umfeld von Gewalt betroffen sein, kannst du dich an folgende Stellen wenden:
Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555
Österreichische Gewaltschutzzentren
Männernotruf für Krisensituationen: 0800 246 247

 

#5 Frage des Tages

Die Zeit des Impfversprechens von Kurz ist abgelaufen

Vor genau 101 Tagen hat Sebastian Kurz versprochen, dass alle impfwilligen Personen innerhalb von 100 Tagen eine Impfung bekommen werden. Gestern ist dieser Countdown abgelaufen. Wir haben gedacht, dass wir einfach unsere Leser:innen dazu befragen, ob er sein Versprechen eingehalten hat. Schreib und doch auf Facebook, TwitterInstagram oder auch einfach per Antwort auf diese Mail, ob er sein Versprechen gehalten hat, oder du immer noch auf eine Impfung wartest.

Warum es mit diesem relativ einfachen Versprechen am Schluss doch auf jeden Fall eng wurde, kannst du hier nachlesen.

Einen schönen Dienstag!

Sebastian

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