MOMENTUM Grafik der Woche Cover zeigt mehrere Torten- und Balkengrafiken, die um den Schriftzug "Momentum Grafik der Woche" angeordnet sind.
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Redaktion

/ 9. Juni 2020

Die Regierung will die Einkommenssteuer senken. Das soll in ihren Augen die ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen entlasten und die Wirtschaft ankurbeln. Ausgerechnet die Corona-HeldInnen haben aber oft nichts davon.

Die erste Stufe der Einkommenssteuer soll laut den türkis-grünen Plänen von bisher 25% auf künftig nur noch 20% sinken. NiedrigverdienerInnen haben aber zu wenig Einkommen, um von dieser Erleichterung zu profitieren. Ein Großteil der Menschen, die in sogenannten "systemerhaltenden" Berufen arbeiten, gehen bei der Steuerreform also leer aus. Etwa SupermarktkassiererInnen und Reinigungskräfte. Berufe die vor allem von Frauen ausgeführt werden. Das komplette niedrigste Einkommensfünftel, sowie ein großer Teil des zweitniedrigsten Fünftels bekommt keinen Cent zusätzlich.

Gerade Leute, die wenig verdienen, geben zusätzliches Einkommen aber auch eher aus. Das wäre zum Ankurbeln der Wirtschaft wichtiger, als dass sich VielverdienerInnen etwas mehr auf das Bankkonto legen können. Die haben nämlich sehr wohl etwas von der Senkung des Steuersatzes und dürfen sich auf zusätzliche 350€ netto pro Jahr freuen. Und das ist nur der Anfang, denn sie gewinnen noch mehr, weil auch die späteren Steuerstufen gesenkt werden sollen.

Grafik: Die untersten Einkommen profitieren nicht von einer Steuersenkung von 25% auf 20%.

Erhöhung der Familienbeihilfe und des Arbeitslosengeldes empfohlen

Damit die Steuerreform auch bei jenen ankommt, die ein niedriges Einkommen haben oder arbeitslos sind, schlägt das Moment Institut vor, die Familienbeihilfe um 10% zu erhöhen. Weiters sollte, die Nettoersatzrate des Arbeitslosengeldes von 55% auf 70% erhöht werden. Außerdem wird nahegelegt, den Sozialversicherungs-Bonus und die maximale Rückerstattung der SV-Beiträge für ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen zu erhöhen.

Durch die empfohlenen Maßnahmen, würde das unterste Einkommensfünftel stärker von der Steuerreform profitieren als die oberen. Das zusätzliche und dringend benötigte Geld würde durch den erhöhten Konsum wiederum die Wirtschaft beleben.

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