Überförderung? Österreich gibt am meisten für Unternehmenshilfen aus
Österreich gibt gemessen an der Wirtschaftsleistung mehr Geld für Unternehmenshilfen aus als jedes andere EU-Land im Krisenjahr 2020. Fast 5 Prozent des BIP gingen an Unternehmen. Österreich gab damit etwa drei Mal mehr für Unternehmen aus als Deutschland. Der EU-Durchschnitt liegt bei nur 2 Prozent.
Im Jahr 2020 flossen rund 18 Milliarden Euro vom Staat an Unternehmen. Im Vorjahr waren es nur rund 4 Milliarden - und selbst dieser Betrag war zu diesem Zeitpunkt ein Rekord.
Wie sind diese Zahlen zu bewerten? Chefökonom des Momentum Instituts Oliver Picek sieht die Unternehmenshilfen kritisch. "Österreichs Anti-Krisen-Programm ist einseitig auf Unternehmenshilfen aufgebaut. Die hohe Gesamtsumme bedeutet aber nicht, dass auch wirklich allen geholfen wird. Stattdessen ist es teilweise zu Überförderungen gekommen", sagt er.
Bei den Unternehmenshilfen wurden etwa Händler je nach Unternehmensstruktur völlig unterschiedlich behandelt. Außerdem würden Hilfen für ArbeitnehmerInnen zu kurz kommen.
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