Auf einem Asphaltboden ist in gelber Farbe das Piktogram einer Familie aufgebracht. Der Vater hält eine Tochter an der Hand und die Frau trägt ein Kleinkind.

Sandy Millar, Unsplash

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/ 5. März 2020

Die österreichische Familienpolitik verstärkt die Geschlechterungleichheit: das ist das Ergebnis einer aktuellen Kurzanalyse für das Momentum Institut. 

Die Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit ist eben keine rein persönliche Entscheidung. 

Familienpolitik mit überholten Maßnahmen

Die österreichische Familienpolitik setzt auf einen überholten Maßnahmenmix: hohen Barleistungen an Familien stehen geringe Sachleistungen gegenüber, die öffentlichen Ausgaben für Kinderbetreuungseinrichtungen sind vergleichsweise niedrig. Einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gibt es de facto erst für 5-jährige Kinder. 

Als Resultat sind die Betreuungsquoten von unter 6-Jährigen niedrig und Österreich ist nach den Niederlanden Vize-Europameister bei der Teilzeitquote von Müttern. Das hat gravierende Folgen für Karriereverläufe, für den Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern und die Pensionshöhe.

Was empfehlen die Autoren? 

  • Einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder ab dem ersten Geburtstag 
  • die gleichmäßige Aufteilung einer gut bezahlten Karenzzeit auf Mütter und Väter 
  • mehr Engagement für bessere Vereinbarkeit durch Unternehmen, etwa durch Regelungen in Kollektivverträgen. 

Den "Policy Brief" des Momentum Instituts in voller Länge als PDF-Download gibt es hier.

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