Morgenmoment
/ 23. November 2022

Guten Morgen,

nehmen wir einmal an, du bist reich. Das ist nicht so einfach, wie es aussieht. Alleine die Frage, was man mit dem ganzen Geld machen soll! Und dann auch noch der ganze Neid und die Missgunst gegen dich... Aber keine Sorge, wir helfen bei solchen Schwierigkeiten. Hier im Morgenmoment, heute von Charlotte Koi.

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#1 Möchtest du das teilen?

Schlecht reden wollen uns die Leute nicht nur das Reichsein, sondern auch die Fußball-WM in Katar. Das ist auch richtig so. Die Missstände in Katar zu relativieren, wird nur dem Regime und der FIFA helfen - der Bevölkerung vor Ort wohl eher wenig. Bei Menschenrechten gilt: Ganz oder gar nicht. Die Details erfährst du hier in NatsAnalyse

#2 Hast du das gesehen?

Was tun, wenn sich Leute gegen Reiche stellen? Naja, wenn du zu den superreichen Verschmutzer:innen zählst: runterschlucken und Verhalten ändern. Denn megareicher Lifestyle ist leider einfach schlecht. Wieso genau, erfährst du im heutigen TikTok. 

#3 In eigener Sache

Reiche können sich ein Beispiel an Millionenerbin Marlene Engelhorn nehmen. Sie kämpft mit uns für gerechte Vermögens- und Erbschaftssteuern und kann nebenbei noch super tanzen.

#4 Ignoriert

Nicht richtig verhalten sich die Arbeitgeber:innen von Ordensspitälern, der Bahn, Brauindustrie und Flughafensicherheitspersonal - finden zumindest deren Gewerkschaften. In diesen Branchen stehen die Zeichen auf Streik. Die Verhandlungen um höhere Löhne könnten scheitern.

Die Ordensspitäler lehnen die geforderten 500 Euro mehr Lohn ab. Am 23.11. wird deshalb gestreikt. Die Patient:innen seien dabei nicht gefährdet. Bei der Bahn ist für Montag, den 28.11. ein Warnstreik geplant. Die Eisenbahner:innen wollen 400 Euro mehr Lohn. Sie fordern bewusst Fixbeträge statt Prozentsätze. Das kommt vor allem Beschäftigten mit niedrigen Gehältern zugute. Sie leiden besonders unter der Teuerung.

In der Brauindustrie wurde die Streikfreigabe vom ÖGB bereits erteilt. Das Sicherheitspersonal am Flughafen Wien-Schwechat hält am 22. und 25.11. Betriebsversammlungen ab, um zu besprechen, wie es weitergehen soll.

#5 Besser ginge doch

Hier der letzte Finanztipp: nichts Neues kaufen. Oder nur mehr halb so oft. Denn wir kaufen zu viel und werfen zu viel weg. Die Produktion von Konsumgütern für Österreich verursacht pro Jahr 11 Millionen Tonnen klimaschädlicher Treibhausgase. Wenn wir Produkte wie Waschmaschinen, Smartphones und Laptops oder Kleidung nur 50 Prozent länger benutzen würden, könnten wir fast 2 Millionen Tonnen einsparen.

Das ist eine ganze Menge. Zum Vergleich: Österreichs letztes Kohlekraftwerk Mellach in der Steiermark stößt 700.000 Tonnen CO2 im Jahr aus.

Wegwerfen darf sich nicht mehr lohnen. Greenpeace fordert, dass Produkte leichter zu reparieren sein müssen. Reparaturen sollen stärker gefördert werden, um sie für alle zugänglich zu machen. Außerdem fordert die Umweltschutzorganisation ein Vernichtungsverbot für neue Ware und ein Lieferkettengesetz.

Einen reichen Tag wünscht dir

Charlotte

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