Morgenmoment
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/ 19. Juli 2021

Guten Morgen!

Frauen leisten viel für die Gesellschaft, wie sich besonders in der Pandemie gezeigt hat. Aber auch abseits der globalen Gesundheitskrise leisten sie Großes. Und doch sind sie oft nicht sichtbar. Im Morgenmoment ist auf jeden Fall Platz für Frauen und ihre Themen. Heute zusammengestellt von Lisa Wohlgenannt.

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#1 Möchtest du das teilen?

Zwei Jahre lang kämpft eine junge Frau für einen Betriebsrat bei Douglas. In diesem Text kannst du die Geschichte von Sabrina lesen, wie sie gekämpft und dann doch verloren hat. Sie zeigt, wie schlecht Arbeitnehmer:innen geschützt sind, wenn sie in ihrem Betrieb etwas verändern wollen. Du kannst dir die Geschichte auch anhören. Wir haben Sabrina für unseren ersten Serien-Podcast zwei Jahre lang begleitet.

#2 Grafik des Tages

Österreich verfehlt schon wieder das Kinderbetreuungsziel der EU. Denn Kinder unter 3 Jahren befinden sich zu selten in formeller Kinderbetreuung, also etwa im Kindergarten. Österreich liegt damit weit unter dem EU-Schnitt. Nur das Burgenland erfüllt die EU-Ziele für jede Altersgruppe. Besonders Kärnten und die Steiermark stehen schlecht da.

Das ist fatal für Mütter, die keine andere Möglichkeit haben, als ihre Kinder selbst zu betreuen. Vor allem Alleinerziehende ziehen den Kürzeren, wenn es zu wenige hochwertige Kinderbetreuungsangebote gibt. Wenn es zu wenige gute Kindergartenplätze gibt, dann bleibt meist die Mutter zu Hause. Sie hat weniger Einkommen und später weniger Pension. Im schlimmsten Fall rutscht sie in die Abhängigkeit oder in die Altersarmut.

Mehr zu den Daten auf der Website des Momentum Instituts.

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Frauenpolitik ist die Verliererin der Krise. Denn frauenpolitische Themen sind im politischen und medialen Diskurs oft unterrepräsentiert. Das zeigt eine aktuelle Studie. Die Pandemie hat gesellschaftspolitische Themen im politischen und medialen Diskurs verdrängt. Im Vergleich zu den Vorjahren hat allem voran die Frauenpolitik an Aufmerksamkeit verloren. Und dass, obwohl Frauen in der Pandemie oft mehrfach belastet sind. Sie arbeiten häufig in systemrelevanten Berufen und mussten während des Lockdowns Kinderbetreuung und Home-Schooling übernehmen.

Die Studie zeigt, in der Politik sind heute zwar mehr Frauen vertreten als je zuvor, dennoch kommunizieren sie viel seltener als die männlichen Kollegen. In den Medien waren sie auch als Expertinnen, Medizinerinnen, Unternehmerinnen und Vertreterinnen von Organisationen mit einem Anteil von nur 23 Prozent nur unterdurchschnittlich sichtbar.

#4 Gezeichnet

Nach dem Besuch eines Unternehmers in der Bürgersprechstunde der Vorwoche ist Premierminister Oktavian Plenk fest entschlossen, der Wirtschaft zur Seite zu stehen. Doch die Pressekonferenz verläuft nicht optimal.

Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche!

Lisa

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