Donella Meadows in Schwarz-Weiß.
/ 23. März 2022

Wir machen den ganzen März zum Herstory-Monat und erzählen dir jeden Tag von wichtigen Frauen aus Politik und Zeitgeschichte. Heute stellen wir dir Donella Meadows vor.

Die Grenzen des Wachstums” hat vor 50 Jahren eine Diskussion angestoßen, die bis heute anhält. Donella Meadows war für die Grundlage der Studie verantwortlich. Sie entwickelte mit einem Team des MIT das Computermodell World3. Damit konnten erstmals die Zusammenhänge zwischen Bevölkerung, Wirtschaftswachstum, Umweltverschmutzung und Rohstoffen simuliert werden.
Die Ergebnisse waren eindeutig: Die damaligen Wirtschaftssysteme waren nicht nachhaltig, ihr Wachstum konnte also nicht ewig bestehen. „Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht“, ist eine der Schlussfolgerungen des Berichtes. Sehr grundlegende Veränderungen müssten demnach so schnell wie möglich eintreten. Die Politik würde dazu jedoch “außergewöhnlichen moralischen Mut” brauchen. Dieser Mut fehlt noch immer - und einige Wachstumsgrenzen der Erde sind bereits überschritten.

Nach Erscheinen der Studie wurde Meadows Professorin am Dartmouth College. Sie arbeitete ihr Leben lang dafür, den Menschen die natürlichen Grenzen des Wachstums unserer Systeme näherzubringen. Sie schrieb mehrere Bücher und Studien, führte 26 Jahre lang einen ökologischen Bauernhof und gründete ein nachhaltiges Dorf, das bis heute besteht.

Einer der Grundsätze in Meadows Arbeit lautete: “Materielle Anhäufung ist nicht der Zweck der menschlichen Existenz. Nicht alles Wachstum ist gut. Die Umwelt ist eine Notwendigkeit, kein Luxus. Es gibt so etwas wie genug.” 2001 starb Meadows im Alter von nur 59 Jahren an Meningitis.

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