HerStory: Wer war Wangari Maathai?
/ 18. März 2022

Wir machen den ganzen März zum Herstory-Monat und erzählen dir jeden Tag von wichtigen Frauen aus Politik und Zeitgeschichte. Heute stellen wir dir die Aktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai vor.

“Mama Miti” - “Mutter der Bäume” war der Spitzname von Wangari Maathai. 1977 gründete die Kenianerin das “Green Belt Movement”, von dem bis heute über 45 Millionen Bäume gepflanzt wurden. Die Bewegung hatte aber nicht nur ökologische Anliegen. Eines der Ziele von Maathai war die Stärkung von Frauen in der Gesellschaft, das die Bewegung bis heute verfolgt.

Maathai wurde 1940 südlich von Nairobi geboren. Sie fiel schon früh auf und konnte dank eines Stipendiums in den USA und später auch in Deutschland Biologie studieren. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat erwarb sie 1971 als erste Frau in Kenia ihren Doktortitel. Im selben Jahr begann sie auch an der Universität zu lehren.
 

Im Green Belt Movement, das Maathai 1977 gründete, engagierten sich vor allem Frauen aus den ärmsten Bevölkerungsschichten. In den ersten Jahren führten die Mitglieder vor allem Baumpflanzungsaktionen durch. Kenias Wälder waren jahrzehntelang rücksichtslos gerodet worden, was zu starken Erosionen und einer drohenden Wüstenbildung führte.

Die Bewegung erhielt sehr schnell Zulauf. Im Laufe der Zeit ging es nicht mehr ausschließlich um Klimaschutz, sondern auch um zivile und politische Fragen. Bis heute organisiert das Green Belt Movement Seminare zu Frauenrechten und arbeitet mit Häftlingen zusammen. 

Wangari Maathai war aber nicht nur im Green Belt Movement aktiv. Sie war auch eine wichtige Figur in der Frauenbewegung Kenias, setzte sich öffentlich für Frauenrechte ein und leitete acht Jahre lang den “Nationalen Frauenrat”. Auch dafür wurde Maathai in den 1990er-Jahren mehrfach inhaftiert und misshandelt.

Für ihr Engagement in der Bewegung erhielt Wangari Maathai 2004 als erste afrikanische Frau den Friedensnobelpreis für “nachhaltige Entwicklung, Frieden und Demokratie”. Bis zu ihrem Tod 2011 setzte sich die “Mutter der Bäume” für soziale Themen und Umweltschutz ein.

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