Jeff Bezos vor einer Wand aus Pflanzen
Jeff Bezos ist der reichste Mann der Welt und wer viel hat, kann auch viel geben. Oder? Foto: Seattle City Council from Seattle / CC 2.0
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/ 1. Juli 2020

"Jeff Bezos hat sich dazu entschieden, Welthunger heute nicht zu beenden." So lautet ein Tweet, der sich täglich wiederholt und darauf aufmerksam macht, wie viel Macht einzelne Menschen haben können. Tatsächlich ist der Amazon-Gründer der reichste Mann der Welt und könnte mit seinem Vermögen viel verändern, wenn er es beispielsweise spenden würde.

So viel spenden die reichsten Menschen der Welt

Ab und zu taucht eine Schlagzeile auf, wie viele Millionen oder gar Milliarden die Reichsten der Reichen spenden würden. Diese Zahlen sind beeindruckend, sind doch die Spendensummen weit mehr, als die allermeisten von uns jemals verdienen werden. Setzt man sie allerdings ins Verhältnis mit dem gesamten Vermögen, sehen die Spender doch ganz klein aus.

Eine Datengeschichte von Datawrapper zeigt, wie wenig ihres enormen Vermögens Milliardäre in den Vereinigten Staaten abgeben. Bei Jeff Bezos waren es beispielsweise im Jahr 2018 bloß 0,1 Prozent. Sowohl absolut als auch prozentuell am meisten hat Großinvestor Warren Buffett gespendet.

Wieso Glück beim Erfolg eine viel größere Rolle spielt als das tatsächliche Können, liest du hier.

Für die Wohltaten von Bill Gates gibt es schon neuere Zahlen. Im vergangenen Jahr hat er 36 Milliarden Dollar gespendet, etwa für die Bekämpfung von Malaria. Laut Branchenbericht steigerte sich sein Vermögen allerdings um 16 Milliarden Dollar.

In der vergangenen Woche ist die neue Reichenliste des Magazins Trend erschienen. Dort sind die hundert reichsten ÖsterreicherInnen aufgelistet. Der reichste Mann Österreichs ist Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz mit rund 15 Milliarden Euro Vermögen.

Der extrem niedrige Anteil an Spenden der reichsten Menschen der Welt zeigt uns: Freiwillige Spenden sind kein Ersatz für funktionierende Steuern. Wieso eine Diskussion über Reichensteuern nichts mit Neid zu tun hat, erklärt Barbara Blaha:

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