Ein Einkaufswagen mit einem schwarzen Schild, auf dem "Black Friday" steht.

Diese Woche startet die Black Friday Week und überall locken Schnäppchen und günstige Weihnachtsgeschenke. Doch Vorsicht: Nicht immer sind das die besten Angebote. 

pexels.com/Carolina Grabowska

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/ 23. November 2020

Diese Woche lockt die Black Friday Week überall mit günstigen Angeboten. Doch Vorsicht: Die vermeintlichen Schnäppchen oder billigen Weihnachtsgeschenke gibt es oft woanders günstiger. Wir fassen wir dich zusammen, worauf du beim Einkaufen achten solltest.

 

Der Black Friday, oder schwarzer Freitag, kommt aus den Vereinigten Staaten. Entstanden ist der Super-Schnäppchentag deshalb, weil die Amerikaner den Freitag nach dem Erntedankfest (Thanksgiving) gerne als Brückentag nutzen, um bereits die ersten Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Dabei handelt es sich meistens um den vierten Freitag im November.

Der Handel hat dies erkannt und die Kundschaft zusätzlich mit Rabatten in die Geschäfte gelockt - so entstand der Black Friday und mittlerweile bieten viele Händler die gesamte letzte Woche im November unter der Bezeichnung “Black Friday Week” zahlreiche Angebote an. 

 

#1 Nicht alle Angebote sind am Black Friday wirklich die günstigsten

Die Arbeiterkammer hat in einem Preismonitoring vergangenes Jahr während der Black Friday Woche 82 Produkte von zehn Händlern genauer unter die Lupe genommen. Und siehe da: Ein Drittel war woanders günstiger zu finden.Gabriele Zgubic, die Konsumentenschützerin der Arbeiterkammer rät: „Wer ein bestimmtes Produkt kaufen möchte, sollte am besten mit einer Preissuchmaschine den Preis checken.” Am besten zwei unterschiedliche Preissuchmaschinen benutzen.

 

#2 Nutze dein Rücksendungsrecht

Doch was, wenn das Produkt bereits gekauft ist und danach erst ein billigeres Angebot gefunden wird? Online-Käufe können innerhalb von 14 Tagen schriftlich widerrufen werden. Die Rücksendekosten trägst du dabei übrigens nur, wenn du zuvor darüber informiert worden bist.

 

#3 Vorsicht vor hohen Versandkosten

Manche Händler verlocken zwar mit tollen Angeboten, holen sich den Gewinn aber dann durch hohe Versandkosten wieder herein. Der Verein "Mimikama", der Internetmissbrauch nachgeht, warnt auf seiner Homepage ebenfalls vor solchen Tricks: "Für den Kunden kann es schnell zum Nullsummenspiel werden, wenn hohe Versandkosten den anfänglichen Preisvorteil aufsaugen. Vor dem Kauf sollten Verbraucher die Versandkosten deshalb genau unter die Lupe nehmen. Sie werden meistens im letzten Schritt der Bestellung angezeigt."


#4 Kaufe nur, was du wirklich brauchst

Viele Menschen haben nicht so viel Geld im Börserl und sind wirklich über jedes Angebot dankbar, durch das sich etwas leisten können, das sie dringend brauchen. Doch brauchst du wirklich all das, was du in dieser Black Friday Woche so einkaufst? Der Handel und die Werbung warten schließlich mit allerhand Psycho-Tricks auf, um in uns Bedürfnisse zu erwecken, die wir vorher nicht hatten. Tatsächlich aktivieren Wörter wie “Schnäppchen” und “Rabatt” unser Belohnungszentrum im Gehirn, die kritische Stimme in unserem Kopf werden abgedreht, wie der Psychologe Christian Elser erklärt: “Da wird quasi ein Schalter in unserem Gehirn umgelegt. Es sagt dir dann: Du brauchst nicht mehr zu vergleichen, man weiß ja nie, wofür man das brauchen könnte.” Elser rät dazu, sich mindestens 30 Minuten bis zur Kaufentscheidung einzuräumen - vieles will man nach Ablauf dieser Zeit gar nicht mehr. Und nicht umsonst poppt bei vielen Angeboten ein Countdown auf. Das Produkt gibt es danach meist auch noch zum selben Preis - es geht nur darum, uns zu einer schnellen Entscheidung zu zwingen. Weniger nutzloses Zeug zu kaufen schont das Konto, spart Platz im Kasten und ist zu guter Letzt auch besser für das Klima.

 

#5 Kaufe Weihnachtsgeschenke bei lokalen Anbietern

Heimische Geschäfte leiden natürlich besonders unter der aktuellen Wirtschaftskrise. Wenn es finanziell geht, versuch daher in lokalen Läden einzukaufen. Viele haben bereits im ersten Lockdown Online-Shops eingerichtet. Außerdem: Einige bieten nachhaltige, mitunter handgemachte und kreative Produkte an, die es auf Amazon und Co gar nicht gibt. Hier findest du ein Verzeichnis von österreichischen Online-Händlern.

 

#6 Viele Menschen können sich keine Weihnachtsgeschenke leisten

Die Krise trifft viele Familien hart. Schon vor der Corona-Krise mussten Kinder mitunter Weihnachten ohne Baum und Geschenke feiern - und heuer trifft es noch mehr. Bevor du also dein Geld für Dinge ausgibst, die du gar nicht brauchst, überleg vielleicht eine Spende. Fordere einen Christkindl-Brief bei der Caritas an und erfülle einem Kind ein Weihnachtsgeschenk. Oder mache bei der Aktion “Weihnachten im Schuhkarton” mit. Es gibt viele tolle Weihnachtsaktionen - und es macht ein sehr gutes Gefühl, jemandem anderen eine Freude zu bereiten.

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