Drei Argumente, warum wir den Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft erleichtern sollten

Foto: Thomas Quine/CC BY-SA 2.0

/ 19. Mai 2022

In Österreich ist es am schwierigsten, die Staatsbürgerschaft zu bekommen. Aus politischen Motiven werden die Regeln immer weiter verschärft. Dabei sollte es umgekehrt sein. 3 Gründe, wieso wir den Zugang zur Staatsbürgerschaft endlich erleichtern müssen:

#1 Hier geboren und trotzdem kein Wahlrecht? Das ist ein Problem für die Demokratie

Alleine in Wien leben rund 90.000 Menschen, die zwar in Österreich geboren sind, aber keine Staatsbürgerschaft haben. Sie dürfen in der Regel nicht wählen. Insgesamt ist in Wien ein Drittel nicht wahlberechtigt. Das schadet der Demokratie.

#2 Viele Menschen "verdienen" die Staatsbürgerschaft, bekommen sie aber nicht

In der Krise wurde besonders der Verdienst von Systemerhalter:innen hervorgehoben. Das sind oft Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Sie arbeiten z.B. in der Pflege oder im Supermarkt. Diese Jobs sind schlecht bezahlt. Die Einkommenshürde für die Staatsbürgerschaft ist für viele zu hoch.

#3 Nirgends ist es so schwer wie in Österreich

In einem Vergleich von 52 Staaten kam heraus, dass es in Österreich am schwierigsten ist, Staatsbürger:in zu werden. Das ist laut Expert:innen politisch gewollt. Für ein wenig politisches Kleingeld werden Betroffene in eine fatale Lage gebracht. Seit Anfang der 2000er wurden die Kriterien immer nur weiter verschärft.

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