Morgenmoment
/ 7. Juli 2021

Guten Morgen!

Klimakrise, Boulevard, Arbeitszeit. In allen Bereichen ist noch viel Luft nach oben. Welche Möglichkeiten es gibt, erfährst du im heutigen Morgenmoment. Den haben Lisa Wohlgenannt und Sebastian Panny für dich zusammengestellt. 

#1 Möchtest du das teilen?

 

Klar hat es heiße Sommer früher auch schon gegeben. Und Überflutungen. Und Stürme. Aber die Ausnahme wird zur Normalität. Daran ist (auch) der menschengemachte Klimawandel schuld. Aber wie reden wir eigentlich darüber? Welche Bilder verbinden wir mit Hitze? Natascha Strobl übersetzt dir das in ihrer neuen Videokolumne.

#2 So kann es gehen

Mehr als 2.500 Menschen haben in Island an zwei Studien zur 4-Tage-Woche teilgenommen. In 100 Arbeitsstätten wurden die Arbeitszeit der Angestellten auf 35 oder 36 Stunden reduziert und nur mehr an vier Tagen gearbeitet. Die Bezahlung blieb dabei gleich. Beide Versuche wurden von der isländischen Regierung und der Stadtverwaltung von Reykjavik durchgeführt. Die Versuche liefen vier beziehungsweise fünf Jahre.

Die Produktivität sank dabei nicht, wie vorher von einigen Seiten befürchtet wurde. Die Teilnehmer:innen berichteten hingegen von kürzeren Meetings und besserer Kommunikation zwischen Abteilungen. Darüber hinaus fühlten sich die meisten Angestellten weniger gestresst und positiver bei der Arbeit, was sich wiederum positiv auf ihre Leistung auswirkte. 

Die Forscher:innen, die die Ergebnisse der Studie ausgewertet haben, sprechen von einem “überwältigenden Erfolg”. Laut ihnen liefern die Versuche in Island ein Vorbild dafür, wie solche Experimente auch in anderen Ländern verlaufen könnten. In Spanien gibt es schon konkrete Pläne für einen Versuch, auch in Neuseeland wird die 4-Tage-Woche getestet. Für die isländischen Angestellten hat sich der Versuch gelohnt: Seit Beginn der Studie konnten Gewerkschaften für 86% der arbeitenden Bevölkerung eine Arbeitszeitverkürzung verhandeln.

#3 Lesetipp

Dürren, Hitzewellen, Brände, Hochwasser. Wetterextreme häufen sich. Schaffen wir es nicht, die Erderhitzung einzudämmen, wird das drastische Folgen haben. Die Erderhitzung soll 1,5 Grad deshalb nicht überschreiten, um das Schlimmste zu vermeiden. Doch Forscher:innen zweifeln daran, dass wir dieses Ziel erreichen. Woran es scheitert und wie wir die Krise doch noch abwehren können liest du hier.

#4 Besser geht doch

Bisher ist der Gebrauch von Kerosin in der EU steuerfrei. Tatsächlich können seit 2003 zwar einzelne Mitgliedsstaaten Steuern erheben, bis auf die Niederlande macht das jedoch niemand. Es gibt in einigen Ländern zwar eine Ticketsteuer, die ist aber gedeckelt. in Österreich beträgt sie aktuell 12 Euro pro Flug und Passagier.

Nun nimmt sich die EU-Kommission der Sache an, wie geleakte Pläne zeigen. Ab 2023 soll eine Mindeststeuer auf Kerosin eingeführt werden, die langsam ansteigt und bis 2033 die volle Rate erreicht. Wie hoch diese sein soll, ist noch nicht bekannt. Ausgenommen von der Regelung sind nachhaltige Treibstoffe. So soll ein Anreiz für Fluglinien geschaffen werden, auf weniger schädliche Alternativen umzusteigen. Bis 2030 will die EU ihre Treibhausgasemissionen um 55% senken.

Bereits 2019 hatte die EU-Kommission eine Studie zur Kerosinsteuer in Auftrag gegeben. Demnach würden die Ticketpreise um rund zehn Prozent ansteigen, allerdings würde der CO2-Ausstoß der Flugbranche um denselben Wert sinken und die Länder könnten über mehr Steuereinnahmen verfügen. Die geplante Steuer würde allerdings nur den Personenverkehr betreffen.
 

#5 Bonus Track

 

Die Nachricht war tatsächlich kein Fake: Ein Mann in Graz wurde von einer Albino-Netzpython "in den Genitalbereich" gebissen, wie die Polizei schreibt. Der Boulevard ist sich beim Tathergang allerdings wie so oft nicht ganz einig. Wir sind schockiert!

Einen schönen Mittwoch!

Lisa und Sebastian 

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