Morgenmoment
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/ 22. Februar 2021

Guten Morgen!

Sucht durch Corona und Korruption durch falsche Wortahl. Dein Morgenmoment kommt heute von Lisa Wölfl.

#1 Möchtest du das teilen?

Eigentlich sollte es logisch sein: Wer das Haus nicht verlässt, trinkt, kifft und raucht weniger. Es gibt schließlich keine Partys. Falsch gedacht. Die Corona-Krise belastet Körper und Psyche. Ausgerechnet stationäre Einrichtungen der Suchthilfe wurden in der ersten Corona-Welle im Vorjahr vorübergehend geschlossen. Wir haben mit Menschen gesprochen, die mit Alkohol, Marihuana und Esssucht kämpfen.

#2 Gezeichnet

Es ist wirklich nicht einfach, in der Spitzenpolitik nicht rein zufällig korrupt zu werden. Zum Glück hat der Regierungschef eine ganz klare Linie und Prinzipien. Der neue Hebel der Macht:

#3 Hast du das gesehen?

Aufzählung von Symptomen für Herzinfarkt

Wer vor der Krise die ersten Symptome eines Herzinfarkts spürt, war im Durchschnitt 6,5 Stunden später im Krankenhaus. Doch während der Pandemie hat sich die Zeit auf lebensgefährliche 18 Stunden verlängert. Wenn dir oder deinen lieben etwas auffällt, warte besser nicht. Bei der Behandlung eines Herzinfarktes zählt jede Sekunde.

#4 Lesetipp

Österreich ist im europäischen Vergleich Schlusslicht beim Thema Transparenz. Wir sind die einzige Demokratie in der EU, die BürgerInnen und JournalistInnen kein Recht auf Zugang zu staatlichen Dokumenten einräumt. Die fehlende öffentliche Kontrolle führt zu einem Korruptionsrisiko.

- Mathias Huter

Wieder eine Hausdurchsuchung bei einem österreichischen Finanzminister, wieder Korruptionsverdacht. Neben der Diskussion zur Unabhängigkeit von Justiz und Korruption in Österreich bleibt auch die Frage: Was muss sich jetzt ändern? 

(Etwas wird sich übrigens ändern, kurz nach unserem Interview am Freitag kündigte die Regierung ein Paket zur Informationsfreiheit an, das bis zum Sommer im Parlament begutachtet und beschlossen werden soll.)

#5 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Es gibt gute Gründe, die Mutter nicht zu befördern. Die ist ja mit dem Kopf immer bei den Kindern. Dann lieber den Familienvater in die Führungsebene schupfen - der muss ja seine Kinder ernähren.

Zu sehen sind ein Mann und eine Frau, die jeweils sagen: "Ich habe vier Kinder". Beim Mann steht darunter außerdem: "Braucht eine Beförderung, damit er sich um seine Familie kümmern kann." Bei der Frau steht unten: "Kann nicht befördert werden, muss sich um die Kinder kümmern."

So lustig können Doppelstandards im Job aussehen, wenn Komikerin Sarah Cooper sie illustriert. Im März erscheint ihr Buch "Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen" in der deutschen Übersetzung im Berliner Mentor Verlag.

Im Alltag ist es weniger lustig. Am Sonntag war der Equal Pay Day. Das heißt: Bis zum 21. Februar haben Frauen praktisch gratis gearbeitet. In Wahrheit ist es noch schlimmer - aber andere Länder zeigen, dass es auch anders geht. Hier mehr dazu.

#6 In eigener Sache

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Hab' einen schönen Montag,

Lisa

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