Der österreichische Journalist
Das Branchenblatt "Der österreichische Journalist" will seinen Namen nur gendergerecht ändern, wenn 100 Abos gekauft werden. Diese Forderung sorgt nicht nur unter JournalistInnen für ärger. Credit: Der österreichische Journalist.
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/ 7. Juli 2020

Derzeit gibt es eine Forderung, den Namen des Branchenmagazins “Der österreichische Journalist” gendergerecht zu ändern. Doch der Herausgeber des Blattes stellt eine Bedingung, die Journalistinnen vor den Kopf stoßt.

 

Wir leben in einer Welt, in der Frauen sprachlich oft nur mitgemeint sind. Gendergerechte Sprache sollte vor allem in der Medienbranche etwas Selbstverständliches sein. Ist sie aber leider nicht. Exemplarisch dafür ist der Name des 1987 gegründeten österreichischen Branchenmagazins: “Der österreichische Journalist”. 

Die Journalistin Alexandra Wachter, die auch als stellvertretende Vorsitzende für das Frauennetzwerk Medien tätig ist, wollte nun einen Anstoß geben, um den Titel doch endlich zeitgemäß zu ändern. Am 1. Juli twitterte sie den Vorschlag, das Magazin doch umzubenennen. Entweder auf “Der österreichische Journalismus” oder Mediummagazin - so lautet auch der Name des deutschen Ablegers. 

 

Die Antwort des Herausgebers Johann Oberauer kam prompt, sie hat allerdings nicht nur Alexandra Wachter verstört. Ändern ja, "sehr gerne sogar", aber nur wenn 100 Abos bestellt werden, denn: "Motzen ist zu wenig".

Alexandra Wachter rechnete sich schließlich aus: 100 Abos sind 7.800 Euro. Gendern hat beim Branchenblatt also einen hohen Preis.

Angesichts dieses Tweets zeigten sich zahlreiche JournalistInnen auf Twitter bereits verärgert. Herausgeber Oberauer muss sich hoffentlich noch viel “Gemotze” anhören.

 

Was ist deine Meinung? Viel Aufregung um Nichts, oder sollte das Magazin umbenannt werden? Poste deine Meinung hier in die Kommentare!

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