Morgenmoment
/ 25. Januar 2022

Guten Morgen!

Hundertvierzig Geburtstage, hundertfünfundzwanzig mutige Menschen, drei gute Gründe und eine große Chance findest du heute in deinem Morgenmoment. Verschickt von Lisa Wölfl.

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#1 Möchtest du das teilen?

Was tun, um die Menschen in Österreich zu entlasten? Für Finanzminister Brunner liegt es auf der Hand: Steuern auf Aktiengewinne abschaffen. Zufällig würde das vor allem den einflussreichsten und vermögendsten Menschen etwas bringen, schreibt Chefökonom des Momentum Instituts Oliver Picek.

#2 Zitat des Tages

Virginia Woolf ist eine der bedeutendsten Autor:innen des 20. Jahrhunderts. Am heutigen Dienstag jährt sich ihr Geburtstag zum 140. Mal. Sie wurde 1882 als Adeline Virginia Stephen in London als Tochter wohlhabender Eltern zur Welt gebracht. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1915.

Zu ihren bekanntesten Werken zählt "A Room of One's Own", auf Deutsch: "Ein Zimmer für sich allein". In dem Essay beschreibt sie die bedrückenden Bedingungen, unter denen Frauen schreiben mussten. Woolf schreibt, eine Frau brauche ein Zimmer für sich allein, um denken und schreiben zu können, dazu die bescheidene Summe von 500 Pfund. Das bedeutete Unabhängigkeit.

Selbst wohlhabende Frauen hatten zu der Zeit häufig keinen Rückzugsort. Ihr Arbeitsplatz war das Zuhause, Privatsphäre war für sie nicht vorgesehen. Aus dem Essay stammt auch das Zitat: "Frauen waren Jahrhunderte lang ein Vergrößerungsspiegel, der es den Männern ermöglichte, sich selbst in doppelter Lebensgröße zu sehen."

Wegen ihrer scharfen Analysen und ihren wegbereitenden Thesen zur Frauenbewegung ist Virginia Woolf eine der wichtigsten Autor:innen der jüngeren Geschichte. Sie starb 1941.

#3 Hast du das gesehen?

Normalität an den Schulen ist weit entfernt. Die Infektionszahlen besonders unter jungen Menschen brechen alle traurigen Rekorde. Und plötzlich wird die mündliche Matura wieder verpflichtend. Staatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) sieht darin eine "große Chance". Wie bitte? Wir haben die Pausetaste gedrückt:

#4 Drei Argumente

Sie ist der Untergang der deutschen Sprache! Zeitverschwendung! Macht alles nur kompliziert! Geschlechtergerechte Sprache erhitzt die Gemüter wie wenig andere Themen. Dabei gibt es viele gute Gründe dafür, unsere Sprache so zu gestalten, dass sie mehr Menschen einbezieht und einbindet. Wir haben drei Argumente dafür zusammengefasst.

#5 So kann es gehen

Eine Initiative will die katholische Kirche von Grund auf ändern.

125 Mitarbeiter:innen der katholischen Kirche in Deutschland gehen an die Öffentlichkeit. Der Grund? Sie sind lesbisch, schwul, bi, trans, queer. Und sie wollen ihren Platz in der Gemeinschaft.

Das System in der Kirche ist intransparent und teilweise schlicht willkürlich, kritisieren sie gemeinsam unter dem Slogan #OutInChurch - Für eine Kirche ohne Angst.

Einige Mitarbeiter:innen berichten davon, dass sie angehalten wurden, Lebenspartner:innen zu verschweigen. Die Atmosphäre in der Kirche sei queerfeindlich. Homosexualität gilt immer noch als "schlimme Abirrung". Im Frühjahr 2021 verbot der Vatikan, homosexuelle Paare zu segnen. In letzter Konsequenz können Menschen aus der LGBTQIA-Community gekündigt werden. Die katholische Kirche hat nämlich ihr eigenes Arbeitsrecht.

Gegen diese Diskriminierung lehnen sich die queeren Kirchenmitglieder nun öffentlich auf. Hier findest du eine Dokumentation dazu.

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag,

Lisa

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