Klimademonstration, Schild mit einem brennenden Globus, Schrift: Wake up
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/ 22. Juni 2020

Seit heute, kann das Klimavolksbegehren unterschrieben werden. Unterschriften werden von 22. bis 28. Juni gesammelt. Die Forderungen reichen von einer ökosozialen Steuerreform, über den Stopp klimaschädlicher Treibhausgase bis hin zu einer nachhaltigen Mobilitäts- und Energiewende. Die Umsetzung soll sichergestellt werden, indem der Klimaschutz in die Verfassung kommt.

#1 Die Klimakrise vergrößert die Ungleichheit

Bei der Klimakrise sitzen wir als Gesellschaft, wie bei den meisten anderen Problemen, nicht alle im gleichen Boot. Manche haben eine Yacht, andere ein Ruderboot und viele haben gar nichts. Diese Ungleichheit wird durch die Klimaveränderung noch mehr verstärkt. Jene, die in südlichen Ländern leben, sind stärker von Dürre und damit von Wasser- und Nahrungsmangel betroffen. Manche wohnen auf Inseln, die es in einigen Jahren wegen des Meeresspiegelanstiegs nicht mehr geben wird. Jene die dadurch ihr Zuhause verlieren, finden sich dann vor den tödlichen Grenzen Europas wieder. Aber auch in Österreich sind heiße Sommer, ohne gekühltes Auto, Klimaanlage und Wochenendhaus schwerer zu ertragen.

Beim Kampf gegen den Klimawandel geht es also nicht nur um verdreckte Meere, schmelzende Gletscher und ausgetrocknete Flüsse. Sondern auch um gesellschaftliche Verteilung und Solidarität.

#2 Wir müssen jetzt handeln

Der Kampf gegen die Klimakrise wurde schon viel zu lange hinausgezögert. Wir befinden uns mitten in der Katastrophe und müssen ihre Auswirkungen möglichst klein halten. Die Meeresspiegel steigen jährlich um 3mm, seit 2009 verliert die Antarktis jährlich fast 252 Milliarden Tonnen Eis, Tierarten werden ausgerottet und bis 2040 könnten 200 Millionen Menschen auf der Flucht sein, weil sie durch die Klimakrise ihre Lebensgrundlage verlieren. Die Klimakrise ist überall auf der Welt spürbar. Auch in Österreich starben im letzten Jahr fast 200 Menschen durch Rekordtemperaturen im Sommer. Umweltkatastrophen wie Murenabgänge und starker Hagel, zerstören ganze Dörfer und Ernten. Zeit, zu handeln.

#3 Umstieg auf erneuerbare Energien, statt Subventionen für Klimasünder

Seit 2. Mai leben wir in Österreich nur noch von fossiler Energie. Rein rechnerisch zumindest. Denn die erneuerbare Energie reicht gerade mal für den Energiebedarf von vier Monaten. Den Rest des Jahres nutzt Österreich teure und klimaschädliche fossile Energie. Im letzten Jahr wurden für den Import von Erdöl(-produkten) fast 8 Milliarden Euro ausgegeben. Obwohl der komplette Umstieg auf erneuerbare Energien nicht nur möglich, sondern auch noch billiger ist, werden in Österreich fossile Energien mit fast 5 Milliarden Euro jährlich subventioniert. Statt Milliarden in den fossilen Sektor zu pumpen, sollte Geld in erneuerbare Energien fließen. So könnten wir Arbeitsplätze schaffen, die Konjunktur in der derzeitigen Krise ankurbeln und in eine klimafreundliche Zukunft investieren.

Das Klimavolksbegehren kann zwischen 22. und 29. Juni unterschrieben werden. Möglich ist das in jedem Gemein- und Bezirksamt oder online per Handysignatur. Mehr Informationen gibt es hier.

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