Morgenmoment.
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/ 29. Januar 2020

Guten Morgen!

Kennst du den Song "Bittersweet Symphony" von "The Verve"? Genau das bietet heute unser Newsletter mit Haltung: Zuckerüberschuss auf der einen und einen riesigen Steuerbetrug auf der anderen Seite! Das sind jedoch nur zwei von fünf Themen in drei Minuten, zusammengestellt von Tina Goebel.

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#1 Möchtest du das teilen?

Es klingt absurd: Die EU erwirtschaftet mit sich selbst einen Exportüberschuss von mehr als 300 Milliarden Euro pro Jahr. Der Ökonom Gabriel Felbermayr schlägt Alarm: Er ortet Steuerbetrug im großen Stil. Die EU-Staaten würden jährlich um bis zu 60 Milliarden Euro Steuern geprellt. Wie er darauf kommt und wie dieser gigantische Steuerbetrug passieren kann, erklärt Felbermayr in diesem Interview.

#2 Zahl des Tages

92% der ÖsterreicherInnen unterschätzen ihren täglichen Zuckerkonsum. Die ÖsterreicherInnen essen 33,3 Kilogramm Zucker pro Jahr. Das sind durchschnittlich 91 Gramm Zucker pro Tag - die WHO empfiehlt eine Tagesdosis von 25 bis höchstens 50 Gramm. Übergewicht, Diabetes und andere gesundheitliche Risiken sind die Folge. Über zwei Millionen Erwachsene gelten in Österreich bereits als übergewichtig. Die Ärztekammer fordert mehr Geld für Präventionsprogramme. Nur rund zwei Prozent der gesamten öffentlichen Gesundheitsausgaben werden dafür bereitgestellt. Andere Länder machen hier viel mehr - nicht umsonst leben die ÖsterreicherInnen mit am ungesündesten in der ganzen EU (auch was Alkohol und Rauchen betrifft).

#3 Lesetipp

 

Wer mehr Kindergartenplätze will, sollte Frauen wählen: Zu diesem Schluss kommt einer Studie des Münchener Ifo-Instituts. Demnach setzten Politikerinnen andere finanzielle Schwerpunkte als Politiker, wie eine Analyse sämtlicher Kommunalwahlen in Bayern zeigt. Setzte sich eine Frau im direkten Duell gegen einen männlichen Kandidaten durch, stiegen die Ausgaben der Gemeinden für die Kinderbetreuung um 40 Prozent schneller als in anderen Kommunen. Details zur Studie kannst du hier nachlesen.

#4 Hast du das gesehen?

Wo es im Bildungsbereich brennt, das hängt von der Perspektive ab. Franz Moder zeichnet diese Woche seinen Blick darauf.

#5 Besser geht doch

Ausnahmsweise keine chaotischen Brexit-Pläne, sondern eine überraschend positive Nachricht erreicht uns aus Großbritannien: In den 1990er Jahren wurde die Bahn privatisiert. Das Ergebnis: ein einziges Desaster. Nun will sogar die konservative Regierung einen Teil der britischen Bahn wieder verstaatlichen. Denn das Service des größten privaten Anbieters sei "vollkommen inakzeptabel": Fahrgäste beschweren sich zu Hauf über teure Tickets, häufige Verspätungen und Zugausfälle. Mehr dazu liest du hier.

Ich hoffe, ich habe dir heute nicht die Lust auf Süßes vermiest. Ich mach mich jetzt auf die Suche nach Schoko in der Kaffeeküche.

Einen schönen Tag wünscht dir Tina

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