Fridays for Future (Quelle: Pixabay, freie Lizenz)
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/ 20. September 2019

Die Woche des globalen Klimastreiks hat am Freitag begonnen. Rund um den Klimagipfel der Vereinten Nationen, der von Samstag bis Montag in New York stattfinden wird, haben AktivistInnen in aller Welt sich Aktionen für eine "Woche der Zukunft" ausgedacht.

Worum geht es?

Die Menschen fordern von der Politik endlich Maßnahmen gegen die sich abzeichnende Klimakatastrophe. Die Erderwärmung soll auf 1,5 Grad Celsius gegenüber Zeiten vor der Industrialisierung begrenzt werden. Etwa ein Grad davon ist bereits jetzt überschritten.Derzeit steuern wir mit unseren ständig wachsenden Treibhausgas-Ausstößen auf mindestens vier Grad Erwärmung zu. Das Leben auf der Welt würde dann kaum noch wiederzuerkennen sein. 

Das Wachstum unseres CO2-Ausstoßes - Quelle: reddit/neilrkaye

Echtzeit: CO2-Ausstoß in Tonnen in unterschiedlichen Jahren - Quelle: reddit/neilrkaye

Beim aktuellen Tempo haben wir noch etwa ein Jahrzehnt, um das zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Spätestens ab da würde die Erderwärmung Kettenreaktionen auslösen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Was kann man tun?

Jeder von uns kann seinen Teil beitragen und Dinge tun, etwa weniger zu fliegen oder weniger Fleisch zu essen.

Wichtiger ist aber, dass auch politisch gehandelt wird. Eine starke Maßnahme wäre da etwa eine CO2-Steuer (hier mehr dazu und dazu, wie sie sich sozial auswirken kann und wer dafür und dagegen ist).

Man sollte aber auch sehen, dass wir zwar rasch und radikal handeln müssen, dass das unsere Lebensbedingungen aber auch gegenüber jetzt deutlich verbessern könnte, wenn wir es richtig machen.

Das Klima Thema hat uns in den ersten Tagen seit dem Start von Moment bereits sehr beschäftigt (etwa bei unserer Weltkarte der Klimasünder). Es wird uns aber auch in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren weiter begleiten.

Wie groß ist der Klimastreik?

Der globale Klimastreik endet in einer Woche am 27. September mit dem groß angelegten Earth Strike. Menschen in etwa 160 Ländern der Welt werden daran teilnehmen. Schon am ersten Tag zeichnet sich ab, dass es ein sehr breit gestreuter Protest wird. Allein in Österreich wurden an 747 verschiedenen Orten Aktionen angekündigt. 2.600 größere Proteste waren weltweit geplant. Spontan dürften es auch noch mehr geworden sein.

Wie sieht der Protest aus?

In Österreich wird die wahrscheinlich größte Kundgebung die Abschlusskundgebung in Wien sein. Um 18 Uhr werden die Gruppen, die bereits jetzt quer durch die Stadt demonstrieren, zusammentreffen.

Auch in Deutschland wird protestiert. In Berlin meldeten Medien Freitag zu mittag bereits 80.000 Menschen vor dem Brandenburger Tor.

In Köln wurde von 70.000 Menschen gesprochen, ebensoviele wurden in Hamburg vermeldet.

Etwa 20.000 Menschen waren auch in Freiburg dabei. Dort gab es bei der Demo auch den "Viking Clap" zu sehen, den viele von den isländischen Fans bei der Fußball-EM 2016 kennen dürften.

Mindestens 300.000 Menschen gingen in Australien, auf die Straße. Das seien doppelt so viele, wie noch bei den bisher letzten Protesten gegen die zögerliche Klimapolitik.

Große Menschenmengen wurden auch in vielen anderen europäischen Städten gemeldet: Zum Beispiel London, Paris, Amsterdam, Kopenhagen oder auch Warschau.

Auch in afrikanischen Städten wie Nairobi (Kenia) und Johannesburg (Südafrika) demonstrierten Menschen für die menschengerechte Zukunft unsers Planeten.

Auch in Wakiso und Kampala in Uganda waren Tausende dabei.

Weitere Demonstrationen gab es auch in Lahore (Pakistan) ...

... oder in Hyderabad (Indien) ...

... oder in Tokio (Japan).

Von den vielen tausenden Aktionen sind freilich nicht alle groß, aber deshalb auch nicht weniger wichtig. So wie der Protest von Schulkindern hier in Mumbai (Indien).

Spannend wird sein, wie groß die Demonstrationen in den USA werden (noch sind dort frühe Morgenstunden). Dort ist mit Donald Trump immerhin ein Klimawandel-Leugner an der Macht. Und mit Greta Thunberg ist die wohl wichtigste Figur des Klimaprotests nach New York zum Klimagipfel gereist.

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